Shawwâl-Mond 1432

Der geozentrische Neumond des Monats Šawwāl 1432 n.H. ereignete sich am Montag, dem 29. August 2011 um 5:04 MESZ. Zu diesem Zeitpunkt ging der Mond an der Sonne vorbei und war nicht sichtbar.

Erste Sichtungen des Hilâls wurden am Abend dieses Tages aus dem Süden von Chile gemeldet. Dies bestätigt die wissenschaftlichen Vorausberechnungen.

Weder bei Anwendung des Prinzips der „globalen“ noch der „lokalen Sichtung“ hat diese Meldung aus Chile eine Bedeutung für Europa. Die Entscheidung über Beginn oder Nicht-Beginn des islamischen Monats hat kurz nach dem Sonnenuntergang zu erfolgen, daher kommt eine Sichtungsmeldung aus Südamerika für uns in jedem Fall zu spät, da dann hier schon tiefe Nacht ist (Sonnenuntergang in Südchile etwa um 0:30 Uhr unserer Zeit) und der neue islamische Tag bereits seit über vier Stunden begonnen hat.

Weitere Sichtungsmeldungen gab es am Dienstag, 30. August von den Fiji-Inseln, von mehreren Orten aus Australien, aus Brunei, Indonesien, Malaysia, Bangladesh, Sri Lanka, Indien, Iran, Kuwayt und Libanon (nur mit opt. Hilfsmitteln), Mauritius, Madagaskar, Kenia und den USA.

Für Europa fällt der erste Tag des gesegneten Fests des Fastenbrechens nach diesen Beobachtungsergebnissen in allen Fällen („globale“ und „lokale Sichtung“) frühestens auf Mittwoch, den 31. August.

Quellen: ICOP, moonsighting.com.

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2 Kommentare on “Shawwâl-Mond 1432”

  • Maria schrieb am August. 30 2011, 1:39

    Assalam alaikum,

    wie kommt es, dass Saudi-Arabien den Mond „gesichtet“ hat ^^ ? Merkwürdig, dieses Land.

    Wassalam alaikum

  • Ahmet Gül schrieb am August. 30 2011, 2:44

    Assalamun Alaykum

    Auf der Seite http://www.icoproject.org hat Herr Martin Elsaesser aus München geschrieben, dass er mit Teleskop den Hilal gesehen hat und auch ein Bild veröffentlicht.

    Gilt diese Meldung für uns in Deutschland und in Europa nicht als „Gesichtete Mondsichel“??

    Diese Frage ist besonders an Herrn Ahmad Kaufmann gerichtet.

    Antwort: Wa `alaykum al-salâm. Das stimmt so nicht ganz. Martin Elsässer macht Beobachtungen mit einer CCD-Kamera an einem Teleskop, während die Sonne noch am Himmel steht. Dazu benutzt er spezielle Filter und Blenden, um das starke Sonnenlicht auszublenden und den Kontrast der schwachen und für das bloße Auge völlig unsichtbaren Mondsichel vor dem hellen Himmel zu verstärken. Auf diese Art nimmt er viele hundert Bilder von der Stelle des Himmels auf, wo die Mondsichel steht und lässt diese Aufnahmen dann auf einem Computer so verrechnen, dass daraus ein Bild der Mondsichel entsteht.

    Diese Aufnahmetechnik ist relativ neu, nur hat sie im Hinblick auf die Sichtung des Hilâls absolut keine Bedeutung. Erstens erfolgen seine Beobachtungen am Tageshimmel, der Hilâl wird aber erst nach Sonennuntergang gesichtet. Zweitens findet bei seiner Technik keinerlei Sichtung mit dem Auge statt, auch nicht durch das Teleskop. Das Bild der Mondsichel erscheint nur durch Computerbearbeitung und auf einem Bildschirm. Drittens lässt sich mit dieser Methode die Mondsichel praktisch zu jeder Zeit beobachten, sogar im Moment der Konjunktion (also der „Geburt“ des neuen Mondes), und liefert daher keine definierte Startzeit für einen Monatsbeginn.

    Es gab auch schon häufig ICOP-interne Diskussionen darüber, dass solche Meldungen auf der ICOP-Webseite nichts zu suchen haben, da sie Leuten, die diese Hintergründe nicht kennen oder beurteilen können, einen falschen Eindruck vermitteln. Nur leider zeigt sich der Betreiber der ICOP-Seite in diesem Punkt völlig uneinsichtig und stur.

    Also bitte immer beachten: Wenn da steht „the crescent was seen by CCD Imaging“, dann hat das für den Beginn des islamischen Monats keine Bedeutung. Und bitte noch eines berücksichtigen: Das, was er mit der CCD-Kamera beobachtet, ist die Mondsichel, aber nicht der Hilâl. Der Hilâl ist nur das, was nach den islamischen Regeln beobachtet werden kann und auch beobachtet wurde. Von daher bitte die Begrifflichkeiten nicht vermischen.

    Ahmad Kaufmann


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