Wann beginnt der Ramadân 1433 n.H.?

Die astronomischen Gegebenheiten zum Beginn des Monats Ramaḍān 1433 n.H.

Der geozentrische Neumond des Monats Ramaḍān tritt ein am Donnerstag, dem 19. Juli 2012 um 6:24 Uhr MESZ. Zu diesem Zeitpunkt geht der Mond an der Sonne vorbei und kann nicht gesehen werden.
Bis zum Sonnenuntergang am Donnerstag, 19. Juli in Europa kann die junge Mondsichel nirgendwo auf der Welt gesichtet werden. Alle angeblichen Sichtungsmeldungen an diesem Tag aus Arabien oder anderen asiatischen oder afrikanischen Ländern sind völlig unmöglich. Vgl. graphische Darstellung der Sichtbarkeitszone für den 19. Juli/29. Ša`bān nach dem Yallop-Kriterium, Quelle: Programm Accurate Times von Muḥammad Odeh – ICOP. Die Berechnung der Sichtbarkeitszonen über das Yallop-Kriterium beruht auf der Auswertung von mehreren Hundert Sichtungen oder Nicht-Sichtungen des Hilāls während der vergangenen 150 Jahre.

Ramadan 1433_1

Ramadan 1433_1

(Erläuterung der Sichtbarkeitszonen: Grün – Hilāl mit bloßen Augen leicht zu sichten; Gelb – Sichtung mit bloßen Augen ist nur unter günstigen Bedingungen zu erwarten; Magenta – Es werden optische Hilfsmittel (z.B. Fernglas) benötigt, um den Hilāl am Himmel aufzufinden, danach kann Sichtung mit bloßen Augen möglich sein; Blau – Hilāl kann nur mit starken optischen Hilfsmitteln aufgefunden und gesehen werden; Weiß und rot – kein Sichten des Hilāls mit bloßen Augen oder mit optischen Hilfsmitteln möglich.)

Erst nach Sonnenuntergang am Donnerstag, 19. Juli in Europa kann der Hilāl dann erstmals in Südamerika südlich des Äquators und im Südpazifik gesichtet werden. In Europa hat dann bereits der 30. Ša`bān begonnen. Am darauf folgenden Freitag, dem 20. Juli, kann die junge Mondsichel dann fast überall auf der ganzen Welt gesehen werden, wenn das Wetter es zulässt. In Europa gibt es aber auch an diesem Tag nur Möglichkeiten zur Sichtung in südeuropäischen Ländern (Griechenland, Italien, Spanien, Portugal). In Deutschland, Österreich und der Schweiz ist der Hilāl auch an diesem Tag noch nicht zu sichten. Vgl. graphische Darstellung der Sichtbarkeitszone für den 20. Juli/30. Ša`bān nach dem Yallop-Kriterium:

Ramadan 1433_2

Ramadan 1433_2

(Erläuterung der Sichtbarkeitszonen siehe oben)

Unter Anwendung des Prinzips der „lokalen Sichtung“ (Ikhtilāfu l-maṭāli`) und unter Betrachtung von Europa als einen zusammenhängenden Sichtungshorizont (Maṭla`) ergibt sich folgende Stellungnahme:

Der Monat Ramaḍān 1433 n.H. beginnt in Europa frühestens mit Sonnenuntergang des Freitag, 20. Juli 2012. Der erste Fastentag ist somit Samstag, der 21. Juli 2012. Wa-Llāhu a`lam.

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Anmerkung: Die gleiche Aussage ist auch im Falle der Anwendung des Prinzips der „globalen Sichtung“ (Ittiḥādu l-maṭāli`) zu treffen. Was eine mögliche Sichtung am 19. Juli in Südamerika betrifft, so würde sie erst erfolgen, wenn in Europa die Sonne bereits lange untergegangen ist, und somit bereits der neue islamische Tag, d.h. der 30. Ša`bān begonnen hat. Auch in diesem Fall wäre also der Ša`bān mit 30 Tagen zu vollenden und der Ramaḍān beginnt erst mit Sonnenuntergang am Freitagabend. Wa-Llāhu a`lam.

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Zu den aktuellen Sichtungsmeldungen siehe auch: Ramadân-Mond 1433.

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23 Kommentare on “Wann beginnt der Ramadân 1433 n.H.?”

  • Khalid Alamri schrieb am Mai. 4 2012, 4:11

    Vielen Dank für die ausführliche Info!

  • Ramazan schrieb am Juli. 5 2012, 10:27

    S.A. ,

    ich stimme Ihren Argumenten zu. Die Daten zum Beginn des Monats sind in der Tat plausibel. Ich habe jedoch eine Frage zum Ende des Monats Ramadan.

    Es ist unklar, wann die junge Sichel (Hilal) im August sichtbar ist. Einige behaupten 18.08, andere wiederum 19.08. Ich würde gerne Ihre Meinung/Ergebnisse darüber erfahren.

    Potentielle Standorte für die Sichtung der jungen Sichel sind: Melanesien, Neuguinea, Buenos Aires, Auckland. Nach einer Simulation von Sternwarte Neanderhöhe Hochdahl e.V. (Stellarium Erkrath) sind folgende Ergenisse zustande gekommen.

    Auckland:
    18.8.: Schwierig, aber eine Sichtung könnte mit optischen Hilfsmitteln möglich sein. Wenn die Sonne ca. 5 Grad unter dem Horizont steht, steht der Mond nur noch ca. 5 Grad über dem Horizont.

    Buenos Aires:
    18.8.: Sichtung sollte mit bloßem Auge möglich sein. Wenn die Sonne schon ca. 8 Grad unter dem Horizont steht, steht der Mond noch ca. 10 Grad über dem Horizont.

    Zudem ist auch noch zu beachten, dass der Mond an diesen Standorten nach der Sonne untergeht und somit die notwendige Bedingung erfüllt.

    Sind diese Ergebnisse plausibel?

    Ich würde mich sehr freuen, wenn Sie mich bei meiner Suche unterstützen würden, um auf ein richtiges Ergebnis zu kommen.

    Antwort: Die Stellungnahme zum Ramadanfest wird hier rechtzeitig veröffentlicht. Wir bitten um Geduld!

  • Hasan schrieb am Juli. 16 2012, 13:21

    Assalamu alaikum!
    Der KRM hat dieses Jahr wieder vorab sich auf ein Datum geeinigt, d.h. auf den 20. Juli.

    Auf seiner Website führt er u.a. an: „Das Fastenbrechenfest und das Opferfest sind die eigentlichen Feste im Islam. Sie sind für alle islamischen Rechtschulen und Völker verbindlich und richten sich nach dem islamischen Mondkalender.

    Die Festlegung der Daten dieser Feste und ihre Umrechnung auf den Gregorianischen Kalender wird bei manchen Rechtsschulen nicht nur von der astronomischen Rechnung, sondern auch von der eigentlichen Sichtung des Neumondes abhängig gemacht. Dies führt dazu, dass die genaue Festlegung besonders beim Ramadanfest manchmal erst am Vorabend des Festes möglich ist. Geographische Gegebenheiten könne auch dazu führen, dass die Festlegung des Festes in den verschiedenen Islamischen Ländern um einen Tag variiert.“

    Für mich hört sich das so an, als wenn ein mathematisch errechneter Kalender als Kriterium genommen wird und eine tatsächliche Sichtung des Hilal im Grunde als nicht maßgeblich und nur „bei manchen“ Rechtsschulen praktiziert. Es wird der Eindruck suggeriert, als wenn dies nur eine Minderheit tun würde… Freilich, es wird am Schluss noch relativierend angefügt, dass es Abweichungen geben kann – aber nur wegen unterschiedlicher Rechnungsgrundlagen. Ein Feiern dieser Einigung als Zeichen islamischer Einheit ist im Text dieses Mal nicht zu finden. Nach meiner Meinung wäre dies auch nur eine scheinbare Einheit der Muslime, denn ich bezweifle, dass eine Einigung auf etwas unter Umgehung der Sharia nur schwerlich als Einheit der Muslime verkauft werden könnte.

  • Hasan schrieb am Juli. 16 2012, 13:29

    Im Übrigen glaube ich, dass die lokale Sichtung von Anfang an und für lange Zeit die einzige Methode gewesen sein kann. Denn ich bezweifle, dass ein Reiter die in Mekka ooder Kairo vermeldete Nachricht von einer Sichtung auch mit noch so schnellem Rosse es schaffen würde, einen gemeinsamen Beginn des Fastens in Mekka, Kairo, Tunis, Timbuktu, Sanaa, Isfahan, Lahore, Buchara oder Kashgar zu bewirken. Insofern stellt ein Beginn des Fastens zu unterschiedlichen Terminen keineswegs ein Problem dar. Heute haben wir blitzschnelle Medien, welche sowohl die Nachricht vom Fastenbeginn bzw. -ende als auch die Frustration über die Unterschiedlichkeit der Fastentermine verbreiten, was über Jahrhunderte kein Problem darstellte. Ich plädiere dafür, das Ganze mehr nüchtern und gelassen zu betrachten.

  • Hans schrieb am Juli. 17 2012, 17:24

    Salam

    Ich verstehe oben nicht die Aussage, dass in Südamerika der Hilal gesichtet wird nach Sonnenuntergang in Europa. Der Hilal wird doch IMMER nach Sonnenuntergang gesichtet, und somit würde eine Meldung aus Südamerika ausreichen, wenn diese rechtzeitig vor dem Fajr in Europa erfolgt. Also wäre laut globaler Sicht der Freitag der erste Tag Ramadan, weil in Südamerika der Hilal vor dem FAJR in Europa gesehen wird.

    Antwort: Die globale Sichtung ist eine Neuerscheinung, die erst durch Telekommunikationsmitteln möglich wurde. Sie zielt darauf ab, die islamischen Monatsanfänge für die ganze Welt für denselben Tag zu definieren. Zu Zeiten des Propheten (s) konnte aber der Monat in Medina, Makka oder auch Damaskus unterschiedlich anfangen.

    Des Weiteren fängt der Tag nach dem islamischen Mondkalender mit dem Sonnenuntergang an und nicht um 0 Uhr. Deshalb beten wir das Tarawih-Gebet die Nacht vor dem Fasten-Tag. Der islamische Mondkalender ist in sich ein durchdachtes System, das auf einfachste Weise funktioniert. Wendet man neue Modelle, wie die globale Sichtung an, so ist es fehlerhaft. Idealerweise muss man innerhalb von 45 Minuten nach dem Sonnenuntergang entscheiden können, ob ein Monat anfängt bzw. aufhört. Auf enen Telefonanruf bis zum Fajr aus Südamerika zu warten, macht den klassischen Mondkalender fehleranfällig. Was ist mit dem Tarawih-Gebet? Was macht derjenige, der keinen Telefon bzw. Internet hat? Die Religionsausübung muss einfach und klar sein.

    Und Allah (t) weiß es am besten. Wassalam

  • Hans schrieb am Juli. 18 2012, 12:25

    Danke für die Antwort.
    Ich selber folge der Methode der lokalen Sichtung und meine Moschee hat bisher immer mit den Tagen, die hier auf der Seite angegeben sind, übereingestimmt, alhamdulilah.

    Mein Frage oben geht aber um die Brüder und Schwestern, die nach globaler Sichtung gehen.

    Wieso schränken Sie die Beobachtung für die Globale Sichtung auf 45 min ein? Die lokale Sichtung kann doch bis spätestens vor dem Fajr erfolgen oder hab ich was falsch verstanden? Dann sollte das ja auch für die Globale Sichtung gehen.

    Als Beispiel nehmen wir die lokale Sichtung, ein Land aus Ost-Europa, das den Hilal nicht sehen kann und auf die Sicht von Portugal/Spanien wartet. Bis die Spanier den Hilal gesehen haben, ist es in Ost-Europa schon lange Sonnenuntergang. Trotzdem gilt hier Europa als zusammenhängender Sichtungshorizont und in Ost-Europa wird dann am nächsten Tag gefastet.

    Richtig?

    Antwort: Am 29. eines Monats nach dem islamischen Mondkalender besteht die Wahrscheinlichkeit einer Sichtung des Mondes. Dieser Mond befindet sich unmittelbar in der Nähe der Sonne. Der Mond kann nur dann gesehen werden, nachdem die Sonne untergegangen ist, da sonst die Sonne die schwache Mondsichel überblendet. Nachdem die Sonne untergegangen ist, geht am 29. – also am zeitkritischen Tag – der Mond auch unmittelbar nach 15 – 50 Minuten (je nach Mondzyklus) ebenfalls unter. Also eine Stunde nach dem Sonnenuntergang wirst Du den Mond definitiv nicht sehen können, da er bereits unter dem Horizont ist. Die daraufolgenden Tage wird sich der Mond von der Sonne weiter entfernen, wo der Mond dann länger nach dem Sonnenuntergang gesehen werden kann.

    Antwort 2: Die Begründung, warum hier Europa als zusammenhängender Sichtungshorizont gewählt wird, ist auf der einleitenden Seite zu den Jahreskalendern zu finden. Zu beachten ist auch, dass dort gesagt wird: „…gelten im engeren Sinn nur für den Bereich von Deutschland bzw. Mitteleuropa. Eine Anwendung auf andere Gegenden der Erde ist daher nicht ohne weiteres zulässig!“ Das heißt, der hier gewählte Maṭla` ist nicht auf Osteuropa anzuwenden und auch nicht auf Andalusien!

    Ahmad Kaufmann

  • Bruder Salim schrieb am Juli. 18 2012, 16:48

    Bismillah
    as-salamu aleikum, liebe geschwister…
    al-hamdu li-llah ein ganz hervorragend formulierter Abschlusssatz findet sich bei der vorletzten Antwort bei dem Kommentar zu Hans: Die Religionsausübung muss einfach und klar sein!

    Übrigens findet sich auf moonsighting.com die Meldung, dass Oman am Samstag beginnt. Man darf gespannt sein bei uns in Deutschland mit der letztendlichen Entscheidung des Fastenbeginns. Wohl wie immer vorgegeben…

    was-salam Br. Salim aus München

  • bruder salim schrieb am Juli. 19 2012, 12:15

    Bismillah
    as-salamu aleikum wa rahmatullahi wa barakatuh

    nun, wie man unschwer beim Internetsuchen erkennen kann, klare Festlegung für Deutschland alleine schon auf islam.de zu sehen und auch in Great Britain und auch Festlegung durch den Fatwa-Rat Europa… siehe moonsighting.com

    was-salam br. salim

  • Dschibril schrieb am Juli. 19 2012, 15:04

    As-Salaamu alaykum,

    wie kommt es, dass Moonsighting.com für den Donnerstag (also heute) ein anderes „Prognose“-Bild als oben zu sehen darstellt? Auf der .com-Seite ist dem Bild nach zufolge selbst Südafrika in der Lage, den Neumond mit starken optischen Mitteln zu sichten – im obigen Bild hat Südafrika heute diese Möglichkeit nicht.

    Welches Bild stimmt nun?

    Wassalaam

    Antwort: Salam alaikum, der Unterschied liegt im Berechnungskriterium. Moonsichting.com wendet sein eigenes Kriterium an, das er nach sich benannt hat „Shaukat Criterion“. Das sieht man unten im Bild. ICOProject wendet das „Odeh Criterion“, das wiederum nach dem Präsidenten Mohammad Odeh benannt ist. Aber alle diese Kriterien beruhen auf dem „Yallop Kriterium“. Dieses Kriterium ist nach dem Wissenschaftler Bernard Yallop benannt, der erstmals dieses Modell aufgestellt hat. Die anderen beiden Kriterien haben einfach etwas am Algorithmus verändert und so ihre empirischen Erkenntnisse mit ins Modell einfließen lassen. Deshalb sieht man „etwas“ unterschiedliche Sichtungskurven, die nur marginal verändert sind. Mondsichtung.de wendet das Yallop-Kriterium an, da es zuverlässig und auf einer Datenbasis von 150 Jahren beruht.

  • Amina schrieb am Juli. 19 2012, 19:30

    Salam aleikoum, soeben kam die Meldung, dass Saudi Arabien den Hilal gesehen hat. Wie geht das denn, wenn es theoretisch nicht möglich ist den Hilal heute (vor Sonnenuntergang europäischer Zeit) zu sehen???

  • khalid schrieb am Juli. 19 2012, 20:20

    Ramadan-Beginn für das Jahr 1433/2012

    Nachdem der Hohe Rat der Gelehrten und Imame in Deutschland e. V. die Neumondsichtung für den Monat Ramadan des Jahres 1433 n. H. (2012 n. Chr.) hierzulande als auch in der islamischen Welt, insbesondere diejenigen Länder, die sich auf die Sichtung stützen, verfolgt hat, so hat der Hohe Rat beschlossen, dass

    Freitag, der 20.07.2012

    der erste Tag des Ramadan ist.
    Möge Allah ihn für uns alle segnen und wir wünschen euch einen gesegneten Monat!

    Antwort: Auf gut Deutsch: Der HRGID hat lediglich „verfolgt“ – vermutlich die arabischen Sender – und selber keine Mondsichtung unternommen. Das ist weder sunnah-konform noch wissenschaftlich. Schade!

  • Dschibril schrieb am Juli. 19 2012, 20:24

    Wa alaykumus-salaam,

    ich verstehe, danke.

    Aber: es gibt bereits jetzt Sichtungsmeldungen aus Ägypten und anderen arabischen Ländern. Allerdings ist oben ja erklärt, dass jegliche Sichtungen heute unmöglich seien – nach der Sunna müssten wir aber ja das Zeugnis eines vertrauenswürdigen Muslims annehmen.

    Wenn nun also Muslime Sichtungen melden, die nach dem Yallop-Kriterium schlicht unmöglich sind – was hat dann Vorrang? Weißt du diesbezüglich etwas?

    Wassalaam

    Antwort: Aus: “al-Europiya”, Juli 1999,
    Aktuelle Fatwâs für in Europa auftretende Fragestellungen – The European Council for Fatwâ and Research, 3. Reguläre Konferenz vom 19.-23. Mai 1999 in Köln

    „Falls die Aussagen von Zeugen, die behaupten, den Mond gesehen zu haben, den astronomischen Berechnungen widersprechen, so ist die Zeugenaussage abzulehnen, da durch eine Zeugenaussage nicht ein hundertprozentiger Beweis für die Wahrheit eines Tatbestandes angesehen werden kann. Eine korrekte mathematische Berechnung ist jedoch ein hundertprozentiger Beweis. Und eine nicht hundertprozentige, zweifelsfreie Beweisführung kann nicht einer hundertprozentigen Beweisführung opponieren, und schon gar nicht einer hundertprozentigen Beweisführung vorgezogen werden. Darin stimmen die Gelehrten überein.

    In dem Fall also des Widerspruchs gegenüber absolut korrekten astronomischen Aussagen wird eine Zeugenaussage, den Mond gesehen zu haben, als (optische) Täuschung, als Fehler oder als Lüge zurückgewiesen.

    Die Vereinigung legt Wert darauf hinzuweisen, dass mit astronomischen Berechnungen solche Rechnungen gemeint, die die Mathematik und die moderne Astronomie als Grundlage haben und nicht etwa die vom Islam überhaupt zurückgewiesene astrologische Sterndeuterei (arab. tanjīm) oder etwa die Aussagen von diversen Gebetszeitenkalendern.“

    http://www.mondsichtung.de/fatwa-zur-mondsichtung/

  • Amaal M. schrieb am Juli. 19 2012, 21:08

    Assalamu3alaikum wa rahmatullah wa barakatuhu, was sollen wir denn jetzt machen?

    Alle hier in Deutschland, Jordanien, Mekka sprechen von Tarawih heute: 19.07 Donnerstag Abend! Obwohl wir wie oben zu lesen finden, dass die Sichel NIEMALS zu sehen ist heute. Was sollen wir jetzt tun? unsere Moschee betet heute Abend schon… ich bin echt fertig.

    Soll ich jetzt trotzdem nach der Gamaya gehen oder soll ich… bitte um schnelle Antwort.

    GazakallahuChairan.
    Assalamu3alaikum wa rahmatullah wa barakatuhu

  • khalid schrieb am Juli. 19 2012, 21:37

    Selam aleykum ve rahmetullahi ve barakatuh.

    Also wenn in Mekka und diversen anderen Orten das Fasten morgen beginnt, dann ist es so. Wenn ALLAH swt jemanden den Mond sichten gelassen hat, dann ist es so (ALLAH swt ist nicht berechenbar, wenn ER etwas will, dann geschieht es). Es gibt genügend Fetwas von so vielen Themen, also muss mann wissen, wenn man folgt und man sollte daran festhalten. Zum Thema dieser Seite: Wenn ich euch erinnern darf, was eure letzte Rechnung im letzten Ramadan war, damit meine ich die Sichtung, war nach meiner und vielen anderen Meinungen die komplette Rechnung nicht korrekt.

    Allahu alem, nur ALLAH swt ist frei von Fehlern, wir aber nicht, wir versuchen nur, es richtig zu machen. Nur der Anfang und das Ende des Ramadan ist in der heutigen Umma sehr schwer geworden, aber in der mitte des gesegneten Monats sind wir alle eine Umma, die dies alles zu schätzen weiß, von daher lasst euch nicht verrückt machen und bittet ALLAH swt euch zu vergeben, falls ihr unbewusst was falsch gemacht habt, da ja die heutige Zeit vieles in sich hat.
    khair inshALLAH.

    selam aleykum ve rahmetullahi ve barakatuh

  • Kadir Yücel schrieb am Juli. 19 2012, 21:40

    Zu den aktuellen Sichtungsmeldungen siehe auch: http://www.mondsichtung.de/ramadan-mond-1433/.

  • Dschibril schrieb am Juli. 19 2012, 22:34

    Salaamu alaykum,

    aber das European Council for Fatwa and Research hat ja ebenfalls bekannt gegeben, dass Freitag der erste Fastentag sei, oder habe ich mich da irgendwo verlesen?

    Wassalaam

  • Abdullah schrieb am Juli. 19 2012, 23:03

    Bi-smi Llāhi r-Raḥmāni r-Raḥīm
    as-salāmu ´alaikum wa-raḥmatu Llāhi wa-barakātuh.

    In Jordanien hat dessen Oberrichter auf der Grundlage, dass die Sichtung des Hilāl in Saudi Arabien und Qaṭar offiziell bekanntgegeben worden ist, Freitag, den 20. Juli 2012 zum 1. Ramaḍān 1433 erklärt. Bekanntlich war in der Vergangenheit die Bekanntgabe der Sichtung des Hilāl in Saudi Arabien häufig falsch, wie nachher ermittelt werden konnte. Wir haben im Deutschen das Sprichwort: „Wer einmal lügt, dem glaubt man nicht, selbst wenn er auch die Wahrheit spricht.“ Allerdings scheint die Welt – wobei die Muslime leider keine Ausnahme machen – so töricht zu sein, selbst bei mehrmaligen als falsch erwiesenen Erklärungen den betreffenden offiziellen Stellen immer wieder Glauben zu schenken. Was Qaṭar betrifft, so hat dessen Regierung in verräterischer Weise inoffizielle Beziehungen mit dem zionistischen Regime („Israel“) aufgenommen und auch ansonsten Dinge getan, die den Interessen der islamischen Umma zuwider laufen, und unterdrückt jegliche Berichterstattung über Missstände im eigenen Land, weswegen offizielle Erklärungen von diesem Staat, wie in diesem Fall die Bekanntgabe der Sichtung des Hilāl, angezweifelt werden sollten. Da kein anderer, vetrauenswürdiger muslimischer Staat die Sichtung bekanntgegeben hat, ist der astronomischen Berechnung der Vorzug zu geben, wonach Sa., der 21. Juli 2012 der 1. Ramaḍān 1433 ist. Doch Allah weiß es am besten.

  • Frish schrieb am Juli. 20 2012, 0:43

    Salam Alaikum!
    JazakumuLlahukhair Scheich Abdullah für deinen Kommentar!
    Letztes Jahr hat Saudi Arabien die Kaffara für alle Bürger gezahlt, da ihre Meldung falsch war, richtig? SubhanAllah.

  • Mughira schrieb am Juli. 20 2012, 0:53

    @Hans

    Auf deine Frage wurde nur zum Teil geantwortet: Das Argument, warum die globale Sichtung nicht zu verwenden ist, wäre ebenfalls in deinem genannten Fall gültig: Warum sollte eine Person in Moskau auf eine Sichtung in Lissabon warten müssen und diese Sichtung für ihn Gültigkeit haben. Aber für jemand in Granada gilt eine Sichtung im relativ nahen Algier nicht etc… Die Problematik der Begrenzung was man unter „lokal“ zu verstehen hat, könnte ebenfalls als Argument gegen dem Prinzip der lokalen Sichtung gebracht werden. Oder soll jede Stadt und jeder Ort für sich selbst ein Sichtungshorizont darstellen? (Möglich wäre es, praktisch wäre es und das käme sogar dem Prinzip einer Art lokaler Autonomie gleich etc…). Der Hinweis, dass es „früher“ ja „nur“ lokale Sichtungen gegeben hat, kann man auch damit erklären, dass etwas anderes nicht vorhanden war. Der Mangel an Alternative kann also nicht als Argument gebracht werden. Im Gegenteil: Man könnte sogar argumentieren, dass die Sichtung damals „so weit wie möglich“ gegolten haben, wie es eben technisch möglich war. Nur weil ein Reiter eine bestimmte Strecke in einer bestimmten Zeit reiten konnte, kann man doch nicht die Reichweite eines Reittieres als Maßstab nehmen bis zum Tag der Auferstehung. Interessant wäre es, ob der Einsatz von Lichtzeichen (hatten schon die Alten Römer verwendet), Brieftauben etc… auch in Erwägung gezogen wurde oder nicht.

  • Mughira schrieb am Juli. 20 2012, 1:09

    Noch etwas – es soll hier lediglich zum Denken anregen und auf Antworten würde ich mich freuen:

    Ich bin selbst nach der lokalen Sichtung gegangen (jetzt nicht mehr), wobei das Problem immer stand, wo dieses „Lokale“ seine Grenzen hat.

    Ist es nicht so, dass hier vermutlich umgekehrt vorgegangen wird, nämlich dass man bereits im Voraus die Sichtungszonen/-horizonte festlegt und danach wartet, dass innerhalb so einer Zone eine Sichtung erfolgt? Hier hätten wir nämlich das typische Problem, dass wenn am Rand einer solchen Zone eine Sichtung erfolgt (nehmen wir Europa als Beispiel, es könnte aber auch eine kleinere geographische Region sein), wie zB in Südspanien, dann ist absolut keine logische und sonstige nachvollziehbare Erklärung dafür vorhanden, dass Leute in Helsinki, St. Petersburg oder Athen sich an dieser Sichtung gebunden fühlen müssen (und auf diese Warten müssen), im wenige Km entfernten Nordmarokko hingegen diese Sichtung nicht zählt, nur weil „irgendjemand“ eine fiktive Sichtungsgrenze gezogen hat zwischen beiden Regionen.

    Viel logischer wäre es diese Sichtungshorizonte erst im NACHHINEIN festzulegen. Dass also der jeweilige Ort wo die Sichtungen stattgefunden hat zum Zentrum eines solchen Sichtungshorizontes wird (wobei die Frage wie groß der Radius davon sein soll, für mich unklar ist – das Problem was man unter „lokal“ zu verstehen hat). An erster Stelle steht hier also die Sichtung und danach das Sichtungshorizont bzw. die SIchtungszone. Das würde auch viel eher der Vorstellung entsprechen, dass von diesem Sichtungspunkt aus Leute losreiten würden um diese Sichtung mitzuteilen (falls jemand tatsächlich das „Lokale“ so eng (nicht im negativen Sinn!) betrachtet).

    waSalam

  • br. salim schrieb am Juli. 20 2012, 10:37

    Bismillah
    as-salamu aleikum, liebe Geschwister

    Es mögen ja gute Denkansätze hier zu finden sein, Fakt ist, wir als gläubige Muslime werden, um es drastisch auszudrücken, von gewissen Räten und Vereinigungen in der BRD und Europa wohl „nicht ernst“ genommen. Wir wollen ja richtig zu Fasten anfangen und wie man jetzt auch auf moonsighting.com deutlich sieht, ist es genau wie letztes Jahr. Eine Meldung aus Saudiland und schon folgen alle… erstaunlich wirklich! Und keiner macht was dagegen, oder? Gesegneten Ramadan dennoch euch allen

    was-salam

  • Amaal M. schrieb am August. 7 2012, 1:05

    Assalamu 3alaikum wa rahmatu´llah wa barakatuhu,

    ich möchte mich bedanken für Eure Arbeit! Weiter so!
    Allhamdu´lillah kann ich mich auch nach dieser Seite richten und nicht nach der Aussage Saudi-Arabiens.
    Schauen wir mal wie es mit dem Ende Ramadans steht, inshaAllah.
    GazakAllahuChairan liebe Geschwister!
    Möge Allah ta´ala Euch reichlich dafür belohnen und unsere Fastentage annehmen. Möge Allah ta´ala allen Geschwistern weltweit zum Frieden verhelfen und sie versorgen. Möge Allah ta´ala unsere Geschwister in Gefängnissen und Kriegen und Unterdrückungen das RECHT wiedergeben und sie beschützen und ihnen zur Freiheit verhelfen. AMIN.

    Macht DUAA liebe Geschwister für alle Menschen, die weniger besitzen.
    Assalamu 3alaikum wa rahmatu´llah wa barakatuhu.

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