Wann ist `Īdu l-Fitr (Ramazan Bayramı) 1433 n.H.?

Die astronomischen Gegebenheiten zum Beginn des Monats Šawwāl 1433 n.H.

Der geozentrische Neumond des Monats Šawwāl tritt ein am Freitag, dem 17. August 2012 um 17:54 Uhr MESZ. Zu diesem Zeitpunkt geht der Mond an der Sonne vorbei und kann nicht gesehen werden.

An diesem Tag kann die junge Mondsichel noch von keinem Ort der Erde gesehen werden.

Am folgenden Samstag, dem 18. August kann die junge Mondsichel erstmals in Australien gesichtet werden. Weitere Sichtungsmöglichkeiten bestehen in Indonesien und Afrika südlich der Sahara. In Asien, Arabien, Nordafrika oder Europa ist eine Sichtung an diesem Tag noch völlig unmöglich. Vgl. graphische Darstellung der Sichtbarkeitszone für den 18. August/29. Ramaḍān nach dem Yallop-Kriterium, Quelle: Programm Accurate Times von Muḥammad Odeh – ICOP. Die Berechnung der Sichtbarkeitszonen über das Yallop-Kriterium beruht auf der Auswertung von mehreren Hundert Sichtungen oder Nicht-Sichtungen des Hilāls während der vergangenen 150 Jahre.

Shawwal1433_1

(Erläuterung der Sichtbarkeitszonen: Grün – Hilāl mit bloßen Augen leicht zu sichten; Gelb – Sichtung mit bloßen Augen ist nur unter günstigen Bedingungen zu erwarten; Magenta – Es werden optische Hilfsmittel (z.B. Fernglas) benötigt, um den Hilāl am Himmel aufzufinden, danach kann Sichtung mit bloßen Augen möglich sein; Blau – Hilāl kann nur mit starken optischen Hilfsmitteln aufgefunden und gesehen werden; Weiß und rot – kein Sichten des Hilāls mit bloßen Augen oder mit optischen Hilfsmitteln möglich.)

Am Sonntag, dem 19. August, kann die junge Mondsichel dann erstmals mit bloßen Augen in Amerika, Asien, Arabien, Nordafrika und Europa gesichtet werden, wenn das Wetter es zulässt. Vgl. graphische Darstellung der Sichtbarkeitszone für den 19. August/30. Ramaḍān nach dem Yallop-Kriterium:

Shawwal1433_2

(Erläuterung der Sichtbarkeitszonen siehe oben)

Unter Anwendung des Prinzips der „lokalen Sichtung“ (Ikhtilāfu l-maṭāli`) und unter Betrachtung von Europa als einen zusammenhängenden Sichtungshorizont (Maṭla`) ergibt sich folgende Stellungnahme:

Das gesegnete Fest des Fastenbrechens (`Īdu l-Fiṭr, Ramazan Bayramı) fällt in Europa auf Montag, den 20. August 2012. Wa-Llāhu a`lam.

Da in Europa der Monat Ramaḍān nach dem Prinzip der „lokalen Sichtung“ korrekterweise frühestens am Samstag, dem 21. Juli begonnen wurde, sind dort somit im Monat Ramaḍān 30 Tage zu fasten.

___________________________________________
Anmerkung: Im Falle der Anwendung des Prinzips der „globalen Sichtung“ (Ittiḥādu l-maṭāli`) endet bei einer Sichtung des Hilāls am Abend des 18. August in Austalien oder Südafrika das Fasten nach 29 Tagen Ramaḍān und das gesegnete Fest des Fastenbrechens (`Īdu l-Fiṭr, Ramazan Bayramı) fällt in Europa dann auf Sonntag, den 19. August 2012. Wa-Llāhu a`lam.

___________________________________________
Über aktuelle Ergebnisse der weltweiten Mondsichtung wird im Artikel Shawwâl-Mond 1433 berichtet.

Über den Author

hat auf mondsichtung.de 237 Artikel geschrieben.

Mail an Ahmad



20 Kommentare on “Wann ist `Īdu l-Fitr (Ramazan Bayramı) 1433 n.H.?”

  • Mohammadi schrieb am August. 3 2012, 2:49

    Ich möchte mich erst für die Seite bedanken, weil Sie damit einen großen Beitrag für die islamische Welt beitragen. Dann wollte ich noch fragen, aus welchen Quellen die Informationen stammen. Danke.

    Mfg

    Antwort: Auch Dir vielen Dank für das nette Lob. Die Quelle der gezeigten Karten ist im Text angegeben (Programm Accurate Times, beruhend auf dem Yallop Kriterium). Alle anderen Schlussfolgerungen sind im Wesentlichen daraus abgeleitet und beruhen auf langjähriger Erfahrung. 😉

    Ahmad Kaufmann

  • janni schrieb am August. 3 2012, 20:19

    barekellahu feekum!

  • Mursel schrieb am August. 6 2012, 0:28

    Salam Aleikum

    vielen Dank für diese informative und übersichtliche Seite. Auch dieses Jahr habe ich mich nicht nach der Mehrheit, sondern nach dieser Informationsquelle gerichtet und mein Fasten nach jenen Angaben begonnen. Nun möchte ich gerne auch nach dieser Information das Festtagsgebet verrichten und den Monat richtig (!) beenden. Da ich nach der schaafi´itischen Rechtschule praktiziere, würde laut dieser Rechtsschule nur eine Globale Sichtung in Frage kommen. Jetzt möchte ich jedoch keine Fitna oder Diskussionen auslösen und daher meine Frage: Um der Gemeinschaft Willen (darüber gibt es ja auch viele Ahadithe) soll ich mit allen wenigstens den Sonntag als Festtagsgebet nehmen oder den 30. vollziehen und dann am Montag selber alleine das Festgebet verrichten? Fühlen Sie sich imstande, da eine Aussage dazu zu treffen? Ich möchte den richtigen Weg gehen und meine Absicht kennt Allah (swt). Vielen Dank und allen ein gesegnetes letztes Drittel, sprich die letzten 10 wertvollen Tage des heiligen Monates Ramadan.

    Wa Salam Mursel

    Antwort: Wa `alaykum al-salâm. Du wirst verstehen, dass wir hier keine islamrechtlichen Aussagen treffen können. Definitiv gibt es aber am letzten Ramadântag oder am 9. Dhû l-hijja nun mal kein (gültiges) Festgebet (da stellt sich ganz klar die Frage nach den Festgebeten in deutschen und internationalen Moscheen, die in vielen Jahren am falschen Tag stattgefunden haben). Allerdings habe ich doch oben geschrieben, dass nach globaler Sichtung bereits der Sonntag (der Ramadân hat dann nur 29 Tage) als 1. Festtag angenommen werden kann, dann gibt es doch kein Problem für Dich. Noch eine Anmerkung: Ein Festgebet kann nur in der Gemeinschaft gebetet werden, man kann es nicht alleine für sich beten.

    Zum Thema „um der Gemeinschaft Willen“ möchte ich auch noch auf einige allgemeine Punkte aus dem Artikel „Einheit der Umma“ hinweisen.

    Ahmad Kaufmann

  • Mond schrieb am August. 6 2012, 15:07

    Selamunaleykum,

    @Mursel

    gerade über die schafiitische Rechtsschule habe ich gelesen, dass eine Art von „lokaler Sichtung“ Gültigkeit hat.

  • Mursel schrieb am August. 6 2012, 22:13

    Salam Aleikum an alle Glaubensbrüder und -schwestern,

    @ Mond
    danke für den wichtigen Hinweis, wie bereits in meinem ersten Kommentar geschrieben, ja, nach Imam Schaafí kommt nur eine lokale Sichtung in Frage. Nochmals danke, ich freue mich über jeden schönen und richtigen Hinweis um noch mehr zu lernen…

    Auch möchte ich mich an Herrn Ahmad Kaufmann wenden und einen großen Dank aussprechen, möge Allah Ihre Arbeit und auch den zeitlichen Aufwand mehrfach belohnen!
    Den Link, den Sie mir mitgeschickt haben, funktioniert leider nicht, jedoch konnte ich durch die Suchmaschine die Seite mit den Zwölf Fragen finden und habe dies aufmerksam gelesen. Hierfür gilt auch mein Dank. Es ist sehr schwer als Konvertit manchmal den roten Faden beizubehalten und ich habe mich jetzt ermutigt und bestärkt gefühlt. Ich werde daher, so Gott will und erlaubt, mit guter Absicht meinen Ramadan richtig beenden. Nochmals vielen lieben Dank!!!

    Mursel Laszlo

  • Filiz Malek schrieb am August. 10 2012, 11:32

    Salam Alaikum

    ich beobachte eure Informationen schon seit über 5 Jahren und ich kann es mir nicht nehmen lassen, eure Sache mal kritisch zu hinterfragen.

    Wisst ihr, was mir so ein bisschen Kopfzerbrechen macht? Und warum ich so ein bisschen kritisch alles hinterfrage?

    Also seit Jahren schaue ich speziell zur Ramadan-Zeit immer auf diese Homepage und muss eines feststellen: Jedes Jahr wird nach der lokalen Sichtung ein Tag später als wie gewöhnlich zum Fasten begonnen und ein Tag später, nach lokaler Sichtung Bayram gefeiert.

    Das kann schon kein Zufall mehr sein.

    Lieber Hr. Kaufmann und seine gläubigen Brüder.
    Ich wünsche wirklich jedem einen gesegneten Ramadan und empfehle doch eines. Lasst euch mit mir ein, auf ein EXPERIMENT. Ihr schreibt ja immer Wa-Llāhu a`lam, jetzt sage ich es auch „Wa-Llāhu a`lam“.

    Ich habe jetzt gegoogelt und festgestellt, dass am 9. Juli 2013 wir mit dem Fasten beginnen sollen (Quelle: http://www.diyanet.gov.tr/turkish/namazvakti/vakithes_dini2013.asp) 
    Ich garantiere euch eines, im nächsten Jahr steht hier dann drinnen auf der Homepage, dass man gar nicht nach lokaler Sichtung am 9. Juli fasten sollte, sondern man am besten in Europa nach lokaler Sichtung am 10. Juli fastet und auch dementsprechend einen Tag später wie üblich Bayram feiert.

    Ihr braucht diese ganzen geozentrische, wissenschaftlichen Sachen gar nicht machen. Liebe Brüder erinnert euch noch an meine Worte und ich hoffe, dass ihr so viel Würde habt, um mal eine konstruktive Kritik euch anzuhören und diesen Kommentar auch veröffentlicht.

    Wa-Salam
    Filiz Malek

    Antwort: Salam alaikum liebe FIliz,
    sorry für die verspätete Antwort und Freigabe. Grundsätzlich sind alle Kommentare willkommen, ausgeschlossen sind politische und herabwürdigende Kommentare, die wir ab und zu kürzen oder gar nicht zulassen.

    Du solltest wissen, dass die globale Sichtung die lokale SIchtung beinhaltet, d.h. wird der Mond lokal gesichtet, so ist er für Anhänger der globalen Sichtung ebenfalls gültig. Es wird nie der Fall eintreten, dass der Mond nach der lokalen Sichtung einen Tag eher als die globale Sichtung gesichtet wird. Ich hoffe, dass das verständlich ist. Folglich beginnen lunare Monatsanfänge nach der lokalen Sichtung im Gegensatz zur globalen Sichtung entweder am selben, am nächsten (oder übernächsten) Tag.

    Dass der Monat aber nach der lokalen Sichtung in Europa fast immer einen Tag später anfängt, liegt daran, dass der Mond in den aktuellen Zeiträumen aus der südlichen Hemisphäre besser gesichtet werden kann. Im Laufe der Monate ändert sich das. Mal haben z.B. die Europäer mal die Australier bessere Bedingungen, den Mond zu sichten. Das liegt zum Teil der der „eiernden“ Laufbahn des Mondes und an der Erdrotationsachse. Es wird inschallah in ein paar Jahren die Ramadanzeit kommen, wo viele Mondsichter in den nördlichen Bereichen des Äquators günstigere Sichtungsbedingungen haben werden.

    Nach diesen Informationen kannst Du vielleicht Deinen Kommentar nochmal überdenken inschallah. Bei Fragen melde Dich einfach bitte.

    Wassalam
    Kadir Yücel

    Antwort: Wa `alaykum al-salâm. Um auch noch zu antworten: Ich denke, bei Filiz besteht ein grundlegenderes Verständnisproblem. Es ist nämlich zu beachten, dass das türkische Religionsministerium die Monatsanfänge nur berechnet (es findet dort keine Mondsichtung statt), und zwar nach einer speziellen „globalen Sichtungsmöglichkeit“. Es werde dabei auch Sichtungsmöglichkeiten in Amerika und weiter westlich (z.B. Hawai’i) theoretisch berücksichtigt, wenn in der Türkei oder bei uns die Sonne schon 12 oder mehr Stunden untergegangen ist. Dies ist sachlich und islamisch falsch und hier auf dieser Webseite wurde schon mehrfach darauf hingewiesen. Eine solche Berechnung führt fast zwangsläufig dazu, dass der solcherart errechnete Monatsbeginn fast immer einen Tag vor der ersten Sichtbarkeit des Hilâls in der Türkei oder bei uns liegt. Es ist also kein Zufall.

    Wir informieren hier nur über die astronomisch zu erwartenden Monatsanfänge, und zwar primär nach dem Prinzip der „lokalen Sichtung“, die wir für sachlich und islamisch „vernünftiger“ od „logischer“ ansehen als die „globale Sichtung“ (diese erwähnen wir nur aus Informationsgründen). Wir schreiben niemand ein bestimmtes Datum vor, das muss jeder mit sich selbst ausmachen. Ein „gewöhnliches“ Datum gibt es nicht, vielleicht ein „Diyanet-Datum“. Aber es gibt nur ein Datum, das Allâh (t) für die Menschen festlegt. Er (t) hat uns gesagt, wie wir Seine Zeichen (Hilâl) deuten sollen, und Er hat uns die Mathematik und die Astronomie als Wissenschaften zur Hand gegeben, mit denen wir die göttlichen Regeln, denen Er (t) die Gestirne unterworfen hat, erkennen und deuten können. Nicht mehr und nicht weniger wird hier versucht. Fehler sind menschlich, aber alle Beobachtungsergebnisse bestätigen stets die Vorherberechnungen.

    Um es noch einmal deutlich auszusprechen: Hier soll nicht die reine Berechnung der Monatsanfänge propagiert werden. Im Vordergrund muss immer die Beobachtung stehen, aber die Berechnung kann dazu die Daten liefern, sie kann den Tag benennen, an dem man hinausgehen kann, um den Hilâl zu suchen, und sie kann dazu dienen, falsche Beobachtungen auszusortieren.

    Und um zuletzt auf das angesprochene Datum 2013 zurückzukommen: Wir brauchen nicht bis nächstes Jahr für das Experiment zu warten. Aus den vorliegenden Daten kann ich heute schon sagen, dass sowohl nach lokaler als auch nach korrekter globaler Sichtung (!) der erste Fastentag auf den 10. Juli fallen wird, und das Ramadanfest wird nach globaler Sichtung auf den 8. August fallen, nach lokaler Sichtung erst auf den 9. August 2013, wa-Llâhu a`lam. Nähere Informationen dazu wie üblich zu gegebener Zeit, in shâ’a-Llâh.

    Da das in Deinem Kommentar so unterschwellig anklingt, als ob wir einfach die Diyanet-Daten nehmen würden und einen Tag dazu schlagen: Das ist völliger Unsinn. Die Diyanet-Daten interessieren mich überhaupt nicht, ich kenne sie auch nicht mal im Einzelnen. Wir gehen hier nur nach den astronomischen und geographischen Daten in jedem Einzelfall. Nur das ist die Grundlage unserer Informationen.

    Wenn es dabei eine „systematische“ Abweichung zu den Diyanet-Daten gibt, dann stellt sich wohl eher das Problem, wer hier kritisch zu hinterfragen wäre, das ist nämlich die eigentliche Frage. Aber das kann man ja mal als Experiment zur Aufgabe stellen.

    Ahmad Kaufmann

  • Abdurrahman schrieb am August. 17 2012, 19:49

    As-salamu 3leikum wa rahmatuLLAHi wa barakatuh,

    barakaALLAHu feekum für diese Seite, nach der ich mich richte. Ich bin es nämlich so langsam müde, dass immer aufgrund von ominösen Sichtungen „nahe Riyad“ Ramadan „vorverlegt“ wird. Man kommt nicht umhin politische Motive für dieses Durcheinander zu vermuten, wenn es nicht, was ebenso schlimm, wenn nicht schlimmer wäre, das pure Unvermögen ist.

    fi amaniLLAH
    wasalama

  • Musa schrieb am August. 17 2012, 23:57

    Assalamu aleykum wa rahmatullah wa barakathu. Ich wollte mich nochmal herzlich für eure Arbeit bedanken. Jazak Allahu kheir, Barak Allahu feekum. Ich bin seit Januar 08 alhamdulillah Muslim und ihr habt seit drei Jahren mein vollstes Vertrauen. Jetzt habe ich trotzdem noch eine Frage: Ist das Festgebet denn Pflicht? Und wenn ja, wie macht ihr das, ich denke ja mal, dass bei euch auch keine Gemeinde am Montag feiert, oder?

  • Amaal M. schrieb am August. 18 2012, 6:51

    Assalam3alaikum wa rahmatu´llah wa barakatuhu.
    gemäß Buch: Handbuch Islam v. Bruder Ahmad A. Reidegeld:
    Je nachdem welcher Rechtschule du angehörst, laut
    Shafi`iten ist Salat al-`Id (Festgebet) sunna `ain mu’akkada für alle, denen die Pflicht zu beten obliegt – kann auch Einzeln gebetet werden.
    Malikiten: so wie bei Shafi`iten, jedoch hat dieses Gebet eine Wichtigkeit wie Witr.
    Hanifiten: es ist Wadschib, d.h. bedingte Pflicht. Auch wadschib die Jama´a, d.h. Imam + mind. ein Anwesender.
    Hanbaliten: Fard kifaya für jeden, dem das Jum´a obliegt. Hier ist die Khutba/Predigt jedoch Sunna. Gemäß Hanbaliten kann auch dieses Gebet als Einzelner verrichtet werden, d.h. bei der Niyya im Herzen ist Munfarid=Einzelbetender zu sagen.

    Die Zeit des Salat al-`Id ist nach dem Sonnenaufgang bis kurz (ca. 20 min.) vor Zuhr (Mittagsgebet)

    Natürlich ist es schöner, mit einer Gemeinschaft zu beten. InshaAllah gibt es eine Moschee, die auch am Montag dieses Festgebet betet?! In Stuttgart…
    So weit ich weiß beten alle Moscheen in Stuttgart am Sonntag, die haben auch einen Tag früher angefangen zu fasten, wie in Saudi-Arabien.

    Auf Seite 560 im Buch steht über astronomische Berechnungen zur Absicherung und …
    „Durch die Sunna und die Astronomie gleichermaßen wird bestätigt, dass manchmal der Neumond in einer Weltgegend einen Tag früher zu sehen ist als in anderen. Auch wird aus der Gefährtenzeit und auch aus späterer Zeit bestätigt, dass in weiter entfernten Städten wie Madina und Damaskus nicht am selben Tag gefastet wurde.“ Es steht auch drin, dass die astronomische Berechnung helfen kann, falsche Zeugenaussagen zu durchschauen, wenn z.B. die Sichtung unmöglich ist, etc.

    Alle Rechtschulen, außer die schafi`itische Schule folgen der Meinung, wenn ein Land mit vertrauenswürdigen Zeugen, die bezeugt haben, die Mondsichel bestätigt, folgen die anderen.
    Gem. Schafi`itische Schule jedoch: „Wenn in einer Weltgegend der Neumond gesichtet wird, so wird damit auch für die Bewohner einer nahegelegenen Gegend (24 Farsakh-Großmeilen) das Fasten verpflichtend. Wer sich aber in einer Gegend befindet, die weit von der Gegend des Hilals befindet, so ist für ihn das Fasten nicht verpflichtend.“

    Mal sehen, vielleicht werden die o.g. Länder, wie Australien aufgrund Wetterbedingungen, auch den Hilal nicht sehen können. Dann wäre ja alles klar. InshaAllah bekommen wir diese Meldung zur Kenntnis!!!

    Möge Allah ta´ala uns rechtleiten und die Wahrheit erkennen lassen, um DEM ERHABENEN wohlzugefallen.
    Assalam3alaikum wa rahmatu´llah wa barakatuhu.

    …bei o.g. Munfarid-Gebeten ist natürlich, wenn möglich, ein Gemeinschaftsgebet als erstes vorzuziehen, es sei denn, man hat dies verpasst und keinerlei Möglichkeit dies (Festgebet) zu einem späteren Zeitpunkt in einer Gemeinschaft zu verrichten.

  • Musa schrieb am August. 18 2012, 11:24

    Barak Allahu feekum

    Assalamu aleykum wr wb.
    Mich würde jetzt mal die Resonanz interessieren. 🙂

  • Mughira schrieb am August. 18 2012, 12:44

    Für jene die nach globaler Sichtung gehen: Eid mubarak, aus Australien (und angeblich den Fidji-Inseln) gibt es schon Sichtungen.
    Salam aleikum

    Anmerkung: Aber das Fasten geht auch bei globaler Sichtung trotzdem noch bis Sonnenuntergang weiter, jetzt nicht schwach werden… Die Entscheidung fällt nämlich erst dann.

    Ahmad Kaufmann

  • Amaal M. schrieb am August. 18 2012, 14:16

    siehe hier (unten die Länder mit deren Mitteilungen)
    http://moonsighting.com/1433shw.html

    Jeder muss jetzt selber entscheiden, ob global oder lokal nachgegangen werden soll.

    GazakallahuChairan auch für diese fantastische astronomische Website! Möge Allah ta´ala Euch dafür reichlich belohnen und Eure Fastentage annehmen!
    assalam3alaikum wa rahmatu´llah wa barakatuhu.

  • Huso schrieb am August. 18 2012, 14:39

    Die aktuelle Mondphase ist weltweit gleich, denn sie hat nichts mit der Erde, nichts mit Sommer oder Winter, und nichts mit Süd- oder Nordhalbkugel zu tun. Entscheidend ist die relative Stellung des Mondes zur Sonne und die daraus resultierende Tatsache, dass er dabei mal mehr, mal weniger von ihr beleuchtet wird, weil sich der Schatten der Erde mal mehr, mal weniger dazwischenschiebt.

    Man sieht den Mond natürlich am besten nachts – also wird man den Vollmond in Amerika 5 bis 7 Stunden später als in Europa sehen, weil dort auch 5 bis 7 Stunden später die Nacht hereinbricht. Auf der Südhalbkugel ist entlang der Längengrade dieselbe Tageszeit wie auf der Nordhalbkugel

  • Amaal M. schrieb am August. 18 2012, 14:48

    Eine sehr wichtige Frage an Euch: BITTE UM DRINGENDE ANTWORT.

    spricht man hiervon schon von einer Mondsichel:
    http://news.astronomie.info/sky201208/mond.html

    d.h. wenn der Kreis des Sichels nicht geschlossen ist, sondern nur halb zu sehen ist und auch hauchdünn ist. Spricht man hier schon von einer Sichel?
    Laut deren Kommentar „Bei guten Bedingungen kann die schmale Mondsichel sehr wahrscheinlich bereits am Abend des 19. August erstmals nach Neumond tief in der hellen Abenddämmerung gesichtet werden“

    Bitte um kurze astronomische Hilfe und Benennung, wie man diese Anschauung nennen darf, Mondsichel oder noch nicht?

    Gazakallahu Chairan.

    Antwort: Eine Mondsichel umspannt normalerweise immer etwa 180°. Bei extrem dünnen Mondsicheln (d.h. ganz kurze Zeit nach dem Vorbeigang an der Sonne und unter günstigen Beobachtungsbedingungen) sind die Spitzen der Sichel aber noch so dünn, dass sie nicht sichtbar sind und die Sichel kann auch deutlich kürzer als 180° sein, das sieht dann so ähnlich aus wie eine Klammer: )

    Was Deinen Link angeht, welches der Bilder auf der Seite meinst Du genau?

    Wa-l-salâm
    Ahmad Kaufmann

  • Amaal M. schrieb am August. 18 2012, 15:59

    Allhamdu´lillah für deine schnelle Antwort.
    Das Bild auf der rechten Seite oben, welches von heute gezeigt wird.

    auch wird unten gezeigt auf der Seite: Mondkalender wie der Mond sich am 18. und am 19. zur Schau stellt.

    Spricht man denn vom Mond 18.08.2012 von einer Mondsichel oder ist dies noch nicht der Fall?

    …mir geht es darum zu wissen, was genau Indonesien u. Fiji gesehen haben, ob dies als Mondsichel genannt werden darf oder nicht. Denn wenn dies noch keine Sichel ist, so haben wir auch keine globale Sichtung.

    GazakallahuChairan im Voraus.

    Antwort: Ich verstehe nicht genau, auf was Du hinaus willst. Der Begriff Mondsichel ist ein populärer Begriff, er bezeichnet jede Form des Mondes am Himmel, die wie eine Sichel aussieht, also so ungefähr zwischen dem ersten Erscheinen des Mondes und kurz vor Halbmond des ersten Viertels (und entprechend vom Letzten Viertel bis zur letzten Sichtbarkeit vor Neumond, nur anders herum). Was Du wahrscheinlich meinst, ist der islamologische Begriff Hilâl. Das ist nicht dasselbe wie „Mondsichel“. Ein Hilâl ist die junge Sichel des Mondes, die nach Neumond erstmals GESICHTET WIRD. Nur diese hat islamrechtliche Bedeutung. Das heißt auch, eine Mondsichel, die zwar am Himmel ist (gemäß Berechnung) aber nicht gesichtet werden kann, ist kein Hilâl.

    Von daher kann man die Sichtungen in Australien und Indonesien durchaus als Hilâl bezeichnen (zu Fiji siehe Anmerkung bei Shawwâl-Mond 1433). Ob das für uns hier eine islamrechtliche Bedeutung hat, ist eine andere Frage.

    Wa-l-salâm
    Ahmad Kaufmann

  • Amaal M. schrieb am August. 18 2012, 16:47

    allhamdu´lillah, das wollte ich wissen. Ja, gemeint ist natürlich der Hilal aus islamischer Sicht.

    Zusammenfassung, vielleicht weiß jemand mehr:
    Somit ist die globale Sicht auf jeden Fall gesichert korrekt.
    Jetzt muss eben jeder für sich selber verantwortlich und bewußt entscheiden, ob er global oder lokal gehen möchte/sollte…
    Laut Quran u. Sunna haben wir soweit ICH weiß keine exakte Anweisung bzw. Aussage welches der beiden Entscheidungen zu fällen ist, jedoch gemäß Gefährtenzeit u. die der späteren weisen darauf hin, dass sie an unterschiedlichen Tagen gefastet haben (Buch v. Bruder Reidegeld, siehe oben.) Der Hinderungsgrund liegt also darin, ob man mit der Gemeinde EID betet oder doch alleine.

    Einfach und am sichersten wäre es, wir hätten natürlich dazu eine Anweisung erhalten, lokal zu gehen…denn gemäß Rechtschulen wird gesagt, es reicht aus, wenn ein Land mit Sicherheit (darf natürlich aus astronomischer Sicht nicht im Widerspruch stehen) diese gesehen hat, außer die Schafi`itische Schule (geht nach Systematik u. Logik).

    Allahu Al-´alim.
    SubhanAllah- Gepriesen-erhaben ist der Allweise.
    GazakallahuChairan Bruder!

    Antwort: Von den Rechtsschulen kann man ganz grob sagen, dass die drei außer der hanîfitischen eher nach „lokal“ entscheiden, während die hanîfitische eher nach „global“ entscheidet. Wenn schon „global“, dann muss man es aber auch „richtig“ machen, und nicht wie das türkische Religionsministerium, das die Monatsanfänge nach einer bestimmten astronomischen Regel berechnet (ausschließlich, sie nehmen KEINE Sichtung der Mondsichel vor). Nach dieser Regel werden aber auch die theoretische Sichtbarkeit der Mondsichel in Amerika oder noch weiter westlich in Hawai’i als ausreichend dafür angesehen, den Monat am Abend zuvor(!) in der Türkei zu beginnen. Der Mond geht in Hawai’i aber 12 Stunden später unter als in der Türkei, von daher ist eine solche Regel ziemlich widersinnig, denn man müsste ja hier bis zum nächsten Morgen warten, bis man wüsste, ob in Hawai’i jemand die Mondsichel gesehen hat. Die Entscheidung muss aber bereits kurz nach Sonnenuntergang fallen. Das fällt aber keinem auf, da das türkische Religionsministerium nur berechnet und danach keine Beobachtungen mehr auswertet.

    Dadurch wurde das Fasten im Ramadân in der Türkei und in den dadurch beeinflussten Ländern einen Tag zu früh begonnen. Was das Ramadân-Ende betrifft, so ist das aber nach „globaler Sichtweise“ zumindest korrekt durch die Sichtung in Australien (und voraussichtlich heute abend in Südafrika) abgesichert.

    Wa-l-salâm
    Ahmad Kaufmann

  • Abdullah Numan schrieb am August. 18 2012, 23:23

    as-Salamu ‚alaykum,

    was die globale Sichtung betrifft, so haben die Gelehrten niemals zu irgendeinem Zeitpunkt von der ganzen Welt als universellem Sichtungshorizont und der somit verbundenen Verbindlichkeit des Fastens für alle Muslime gesprochen. Die den islamischen Gelehrten bekannte Welt reichte damals von Andalusien über Nord-und Zentralafrika bis Indien und fiqhtechnisch betrachtet war global und lokal eine Idjtihad-Angelegenheit innerhalb des Gebietes Nildelta-Saudi-Arabien-Iran-Türkei und Andalusien-al-Maghrib. Dies bedeutet einen max. Zeitunterschied von 4h was hinsichtlich des Verhaltens des Neumondes und seiner Bildung weniger Probleme bereitet als der heutige 12-24h Zeitunterschied.

    Wer mehr zu diesem Thema wissen möchte, sofern er des Englischen mächtig ist, sollte unbedingt auf seekersguidance.org den Kurs The Fiqh & Science of Moon Sighting absolvieren, welcher auch kostenlos ist. In diesem wird mit islamwissenschaftlichen und astronomischen Fakten und Datenmaterial Aufschluss darüber gegeben, warum die lokale Sichtung mit bloßem Auge die beste und sicherste Methode ist um Einheit zu schaffen und der Sunna zu folgen. Wallahu a’lam.

    WasSalam

  • Emine schrieb am August. 19 2012, 2:25

    salam u alaykom liebe geschwister das bedeutet am montag ist der erste ʿĪd al-Fitr  tag? 🙂

  • Michael Brestrich schrieb am August. 19 2012, 9:55

    Schon die Natur der Sichtbarkeit des Mondes von der Erde aus, die räumlich wie zeitlich volatil ist, wobei die Bewölkung ihren gleichermaßen zumeist lokalen Beitrag an der Erschwernis der Sichtung der neuen Mondsichel liefert, weist den Menschen darauf hin, am besten die eigenen, immerhin von Gott verliehenen Augen zu verwenden, soweit funktionsfähig.

    Die mögliche Einschränkung der individuellen Sehbefähigung weist denn auch gleich auf einen weiteren sozialen Mechanismus hin, dessen Erwerb und Ausübung mit anderen Erfordernissen zum tieferen Sinn unseres Lebens gehört, nämlich auf das Vertrauen, das im sozialen Kontext notwendig erworben werden muß.

    Dennoch muß das Gesetz Gottes unter allen natürlichen Umständen befolgbar sein, weil nur so seine irdische Geltung gewährleistet werden kann. Der Koran spricht deutliche Sprache, es ist das Sehen, in allererster Linie also das eigene.

    Der Sinn hinter diesen Umständen liegt darin begründet, daß die Wahrheit immer selbst erkannt werden muß. Demzufolge ist ja auch der Erfolg, nennen wir ihn hier Lohn oder Abstrafung, überhaupt erst individuell begründbar.

    Führung setzt Befähigung wie auch begründetes Vertauen voraus, jedoch nie blinden Gehorsam. Der Islam erzieht zwar zur mündigen Selbstverantwortlichkeit, die das Vertrauen aber einbezieht. Dieser schwierige Sachverhalt stellt deswegen auch das (noch dazu differenzierte) Hauptanliegen der am meisten erbetenen Sure dar.

    Es mag Umstände geben, die den Gebrauch von technischen Hilfsmitteln unabwendbar machen (ich denke dabei nicht nur an Brillen), – die Grundlage der Entscheidungsfindung können sie jedoch nie bilden – da muß der Mensch schon selbst verantwortet ran.

    Tatsache ist auch, daß das Maß der Befähigung individell verschieden ist. Wieder ein Hinweis auf die Notwendigkeit des Vertrauens. Immer aber hat jeder Mensch letztlich die Fähigkeit zur Hingabe, die er aber immer auch nur selbst verantworten muß.

    Ich sehe zur Zeit keine Gründe dafür, die Fähigkeit des eigenen Sehens abzugeben, um den Neumond zu sehen. Im Reisegepäck habe ich jedoch das sichere Wissen davon, daß kein gefasteter irdischer Mondmonat mehr als 30 Tage dauert – was das angeht hat Gott die Sache erleichtert.

    Die Heiligumg dieses Monats ist aber eine soziale Angelegenheit, und die notwendige Abstimmung läßt ein weiteres soziales Erfordernis sichtbar werden, wenn sie denn richtig sein soll: Führung. Diese Frage ist DAS zentrale Thema im Sozium. Daher ist es unmöglich, daß Gott diese Frage ohne Hinweisgebung gelassen hat. ER hat sie auch an sich gebunden, nur so lassen sich die oft zu wiederholenden Verse – die erste Sure und der Koran insgesamt erklären. Wer kann diese Führung jedoch besser vermitteln als der genuin dazu Befähigte? Deshalb ist das Attribut ma’sum von so hoher Bedeutsamkeit, es ist die Garantie Gottes dafür, daß Rechtleitung stattfinden kann: die Gewährleistung der Rechtleitung. Nur das, was wirklich existiert macht Sinn erbeten zu werden.

    Sorry für diese lange Ausführung von Selbstverständlichkeiten. Zeit und Glaube…

  • Bekim schrieb am August. 19 2012, 10:31

    Selam Alejkum, liebe Geschwister im Islam,
    Danke für diese Seite, […] Wer Montag in der Gemeinshaft Eid beten will sollte z.B. mit dem Islamischen Zentrum Hamburg Kontakt aufnehmen um genaue Details zu erfahren, auch andere schi`itische Gemeinden anderer Städte […] eignen sich als Ansprechpartner. […]

    Selam Alejkum vr vb

    Anmerkung: Obiger Kommentar wurde wegen nicht zum Thema passenden Inhalts redaktionell gekürzt.

Schreibe einen Kommentar

Gravatars are small images that can show your personality. You can get your gravatar for free today!


Copyright © 2017 Mondsichtung. Alle Rechte vorbehalten.
Powered by Custom Theme and ComFi.com Calling Card Company. Presented by Professional Wordpress Themes |