Wann ist `Īdu l-Fitr (Ramazan Bayramı) 1437 n.H.?

Der geozentrische Neumond des Monats Šawwāl tritt ein am Montag, dem 4. Juli 2016 um 13:01 Uhr MESZ. Zu diesem Zeitpunkt geht der Mond an der Sonne vorbei und kann nicht gesehen werden.

Bis nach Sonnenuntergang in Europa am Abend dieses Tages kann die junge Mondsichel noch nicht beobachtet werden. In Asien, Arabien, Afrika oder Europa ist eine Sichtung an diesem Tag noch völlig unmöglich. Alle angeblichen Sichtungsmeldungen an diesem Tag aus Arabien oder anderen asiatischen oder afrikanischen Ländern sind als falsch zu betrachten. Vgl. graphische Darstellung der Sichtbarkeitszone für den 4. Juli/28. Ramaḍān nach dem Yallop-Kriterium, Quelle: Programm Accurate Times von Muḥammad Odeh – ICOP. Die Berechnung der Sichtbarkeitszonen über das Yallop-Kriterium beruht auf der Auswertung von mehreren Hundert Sichtungen oder Nicht-Sichtungen des Hilāls während der vergangenen 150 Jahre.

Shawwal 1437_1

(Erläuterung der Sichtbarkeitszonen: Weiß – kein Sichten des Hilāls mit bloßen Augen oder mit optischen Hilfsmitteln möglich; Rot – Konjunktion ist noch nicht erfolgt oder Mond geht vor der Sonne unter)

Nach unserer Zeit am frühen Morgen des Dienstag, 5. Juli, kann die junge Mondsichel dann erstmals im Südpazifik gesichtet werden. Dort ist außer einigen Inseln kein Land. Im weiteren Verlauf des Dienstags ist mit ersten Sichtungen des Hilāls in Neuseeland, Australien oder Indonesien zu rechnen, später sollte die Mondsichel auch in Südasien, Indien, Iran, Arabien und ganz Afrika ohne große Schwierigkeiten zu sehen sein, wenn das Wetter es zulässt. In Europa bestehen günstige Sichtungsmöglichkeiten aber nur auf dem Balkan, in Italien, Südfrankreich, Spanien und Portugal. In Österreich und der Schweiz sind an diesem Tag Sichtungen bestenfalls mit optischen Hilfsmitteln möglich, in Deutschland ist noch keine Sichtung möglich. Vgl. graphische Darstellung der Sichtbarkeitszone für den 5. Juli/29. Ramaḍān nach dem Yallop-Kriterium:

Shawwal 1437_2

(Erläuterung der Sichtbarkeitszonen Grün – Hilāl mit bloßen Augen leicht zu sichten; Gelb – Sichtung mit bloßen Augen ist nur unter günstigen Bedingungen zu erwarten; Magenta – Es werden optische Hilfsmittel (z.B. Fernglas) benötigt, um den Hilāl am Himmel aufzufinden, danach kann Sichtung mit bloßen Augen möglich sein; Blau – Hilāl kann nur mit starken optischen Hilfsmitteln aufgefunden und gesehen werden; Weiß – kein Sichten des Hilāls mit bloßen Augen oder mit optischen Hilfsmitteln möglich; Rot – Mond geht vor der Sonne unter)

Unter Anwendung des Prinzips der „lokalen Sichtung“ (Ikhtilāfu l-maṭāli`) und unter Betrachtung von Europa als einen zusammenhängenden Sichtungshorizont (Maṭla`) ergibt sich folgende Stellungnahme:

Das gesegnete Fest des Fastenbrechens (`Īdu l-Fiṭr, Ramazan Bayramı) fällt in Europa frühestens auf Mittwoch, den 6. Juli 2016. Wa-Llāhu a`lam.

Da in Europa der Monat Ramaḍān sowohl nach dem Prinzip der „globalen“ wie der „lokalen Sichtung“ korrekterweise frühestens am Dienstag, dem 7. Juni begonnen hat, sind dort somit im Monat Ramaḍān 29 Tage zu fasten.

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Anmerkung: Im Falle der Anwendung des Prinzips der „globalen Sichtung“ (Ittiḥādu l-maṭāli`) gilt die gleiche Aussage. Wa-Llāhu a`lam.

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Über aktuelle Ergebnisse der weltweiten Mondsichtung wird im Artikel Shawwâl-Mond 1437 berichtet.

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31 Kommentare on “Wann ist `Īdu l-Fitr (Ramazan Bayramı) 1437 n.H.?”

  • Mahmood schrieb am Juli. 1 2016, 16:19

    Eine kurze Anmerkung / Frage hätte ich. Warum geben Sie in einer Box nicht noch an, dass unter dem Prinzip der lokalen Sichtung in Deutschland das Fastenbrechen frühstens auf den 7. Juli fällt? Ich finde die Box erweckt den Eindruck, dass unter Anwendung des Prinzipis der lokalen Sichtung in Deutschland das Fastenbrechen auch auf den 6. Juli fällt, sprich die Folge aus den vorherigen Angaben nicht mit dieser Box widergespiegelt werden.
    Oder ist die Intention so zu verstehen, das unter lokaler Sichtung nicht weiter differenziert wird zwischen beispielsweise Süd-, Ost oder Mitteleuropa? Also meine Anregung wäre eben eine Angabe, die einmal unter Prinzip der globalen Sichtung und einmal unter Prinzip der lokalen Sichtung für Deutschland (hier ist auch wohl die größte Zielgruppe ihrer Besucher oder nicht?) bezug auf den Beginn und Ende des Monats nimmt. Freuen würde ich mich über eine kurze Stellungnahme dazu, hier in den Kommentaren.

    Admin-Kommentar: Aus mehreren Gründen, die im Einzelnen auf der einleitenden Seite zu den Jahreskalendern hier erläutert sind, sehen wir es als nicht sinnvoll an, die „lokale Sichtung“ nach dem Verlauf von menschengemachten Grenzen zwischen Nationalstaaten zu differenzieren. Aus diesem Grund formuliere ich auch sehr präzise, indem ich schreibe: „Unter Anwendung des Prinzips der „lokalen Sichtung“ (Ikhtilāfu l-maṭāli`) und unter Betrachtung von Europa als einen zusammenhängenden Sichtungshorizont (Maṭla`) und zudem in der Stellungnahme das Wort „frühestens“ verwende.

    Das ist eine Interpretation, soll aber keine Bevormundung und kein Aufzwingen einer Meinung darstellen. Jeder kann unsere Informationen (die in jedem Fall, was die Darstellung und Erläuterung der astronomischen und geographischen Umstände betrifft, so präzise wie möglich recherchiert ist) nach seinem eigenen Verständnis interpretieren.

    Ahmad Kaufmann

  • musab schrieb am Juli. 4 2016, 1:07

    Esselamu aleykum auf der Internetseite moonsighting wird die Zeit des Eintritts des Neumondes als 11 Uhr angegeben. Hier wird die Eintrittzeit als 13 Uhr angegeben. Wie erklären Sie diese Differenz?

    Admin-Kommentar: Wa `alaykum al-salâm. Ich kann natürlich nicht wissen, was die Betreiber von moonsighting sich dabei gedacht haben. Aber ich vermute mal sehr stark, dass sie ihre Zeitangabe für UT (Universal Time, entspricht Greenwich Mean Time) gemacht haben, während unsere Angabe (wie oben deutlich angegeben) für MESZ (Mitteleuropäische Sommerzeit) gemacht ist. Der Zeitpunkt ist in jedem Fall natürlich der gleiche.

    Ahmad Kaufmann

  • kmpsia schrieb am Juli. 4 2016, 4:10

    Salam alaikum,

    ich möchte gerne Folgendes anmerken: Wenn für die Berechnung das Yallop-Kriterium verwendet wurde, wobei es sich um ein auf 150 Jahren beruhendes kalkuliertes Modell handelt, wie kann man eine absolute Aussage treffen und behaupten, dass jede Form der Mondsichtung am Montag Falschmeldungen sind? Schließlich handelt es sich hierbei um ein Modell und lässt einen Restzweifel. In diesem Zusammenhang fände ich es auch interessant zu wissen, was die anderen Modell-Kurven dazu sagen.

    Außerdem finde ich, dass die Auswertung im Allgemeinen – unberechtigter Weise – zu sehr auf die „lokale Sichtung“ zentriert wird. Vielmehr sollte der Artikel eine Allgemeine Sichtungsmöglichkeit erörtern und bei Bedarf auf die lokale Sichtung hinweisen.

    Ansonsten möchte ich das Projekt loben. Möge Allah euch belohnen und uns alle auf den geraden Weg rechtleiten.

    Admin-Kommentar: Wa `alaykum al-salâm. Das Yallop-Kriterium wird nicht ohne Grund von uns verwendet. Es ist nach unserer Erfahrung (und das sind nahezu 15 Jahre aktive Mondsichtung und gleichzeitig detaillierte Beobachtung der weltweiten Sichtungsmeldungen) das zuverlässigste Kriterium, um realistische (‼‼) Voraussagen über die mögliche Sichtung des Hilâls zu gewinnen. Wer das anzweifelt, der möge gerne auf Webseiten wie ICOP oder moonsighting.com die realen Sichtungsmeldungen der letzten 15 Jahre sammeln und sie mit den jeweils dazu passenden Kurven nach dem Yallop-Kriterium vergleichen. Danach (aber erst danach!) können wir uns gerne weiter unterhalten, ob und welche Zweifel da angebracht sind.

    Und da nach unserer Erfahrung das Yallop-Kriterium bereits das zuverlässigste Kriterium für realistische Voraussagen ist, verzichten wir darauf, andere Kriterien im Einzelnen zu erörtern. Diese sind zum Teil auf grenzwertige Sichtungen unter extremen Bedingungen und mit massivem Einsatz von optischen Hilfsmitteln (Teleskopen) ausgelegt und sind daher nicht „realitätstauglich“. Das soll nicht heißen, dass jemand diese Kriterien für sich verwenden mag, das muss jeder mit sich ausmachen.

    Und im gleichen Sinne soll hier noch einmal ein (wie mir scheint) häufiges Missverständnis geklärt werden: Diese Seite gibt keine Rechtsgutachten. Jeder kann das, was hier geschrieben wird, zur Kenntnis nehmen, für sich als Entscheidung annehmen oder auch nicht. Das ist nicht unser Thema. Wir geben hier die astronomischen Fakten zur Kenntnis, die nach bestem Wissen objektiv und korrekt dargestellt werden. Das ist bereits die „Allgemeine Sichtungsmöglichkeit“, die erörtert wird. Die Auswertung dieser objektiven Daten hin zu einer Stellungnahme erfolgt aber nach Kriterien, die wir als optimal und passend und am ehesten der Sunna entsprechend ansehen. Wenn man es genau nehmen will, sehen wir nur die „lokale Sichtung“ als sinnvoll und der Sunna entsprechend an, und genau darum erscheint es darauf zentriert. Wenn wir hier überhaupt andere Sichtungskriterien erwähnen, dann nur der Vollständigkeit halber und weil wir eben keine Rechtsgutachten abgeben. Jeder kann seinen Ramadân beginnen und beenden wann er es für „richtig“ hält, wegen mir auch nach einem Kriterium, nach dem der Hilâl bei Vollmond oder am helllichten Mittag „gesichtet“ werden kann.

    Wa-l-salâm
    Ahmad Kaufmann

  • Mathias schrieb am Juli. 4 2016, 18:26

    Salam alaikum,

    ich habe mich diesmal hinsichtlich des Ramadanbeginns nach Euren für mich wirklich schlüssigen Hinweisen und Erkenntnissen gerichtet und den Ramadan am 7. Juni (Dienstag) nach dem lokalen Sichtungsprinzip begonnen, auch wenn dies unter meinen Mitschwestern und -Brüdern (leider) mal wieder heftige Diskussionen ausgelöst hat (das einzige Land, das diesem Prinzip kollektiv gefolgt ist, war übrigens Marokko). Demnach wäre (für mich) Aid-al Fitr frühestens am Mittwoch, d. 06.07., wie Ihr auch schreibt. Nun beginnen die leidigen Diskussionen erneut, da ja in Deutschland das heilige Fest bereits für morgen (05.07.) angesetzt ist. Ich sehe mich nun dem Vorwurf ausgesetzt, an diesem heiligen Tag nicht noch weiter fasten zu dürfen, da dies so festgelegt sei. Meine Idee wäre, entweder weiter gegen den Strom zu schwimmen und erst am Mittwoch das Fasten zu brechen, oder das Fest mit allen anderen gemeinsam zu begehen und den fehlenden 29. Tag nach dem Fest nachzuholen. Habt Ihr einen Rat für mich ? –diese Diskussionen ermüden mich und Sie beeinflussen auch meiner Meinung nach den Frieden des heiligen Monats. Ich befürworte Eure Arbeit wirklich sehr – auch anderen geneüber) – Allah möge Euch dafür segnen und auf Eurem Weg begleiten —

    ein gesegnetes Fest Euch allen –

    Wa-l-salâm
    Mathias

    Admin-Kommentar: Wa `alaykum al-salâm. Lieber Bruder, in dieser Situation befindest Du Dich leider nicht allein. Bruder Kadir und mir geht es seit vielen Jahren schon genauso. Ich kann Dir dieses Dilemma auch nicht lösen. Jeder muss sich selbst entscheiden, wo er seine Prioritäten setzt. Ich würde es mal sehr plakativ so formulieren: Folgt man den Zeichen Allahs (t), von denen Er den Menschen durch Seinen Gesandten (s) genau beschreiben hat lassen, wie wir Menschen sie kalendarisch zu deuten haben, und an den Kalender Er sich auch hält, wenn Er z.B. in der Nacht der Allmacht Seine Engel zu Erde sendet, oder die Gebete der Hujjâj auf `Arafât entgegennimmt? Oder folgt man übertretenden Scharlatanen, die die Zeichen Allâhs fehldeuten und denen, die ihnen wie Hammel blindlings folgen, Sand in die Augen streuen? Irgendwo dazwischen kannst Du die Informationen, die Du erhältst, einordnen. Du kannst unsere Informationen irgendwo in dieser Bandbreite einordnen, Du kannst die Informationen aus Saudi-Arabien irgendwo dazwischen einordnen, und Du kannst die Informationen aus Ankara irgendwo dazwischen einordnen. Und zuletzt stellt sich für Dich dann nur noch die Frage: Wem oder was zuliebe möchtest Du Deine Handlungen als Muslim ausrichten: Allâh (t), einem Obersten Gericht, einem Religionsministerium, einem Zentralrat, einem Imâm, Mitgeschwistern, Familienangehörigen? Das musst Du für Dich beantworten.

    Ich wünsche Dir in jedem Fall ein gesegnetes Fest,
    Ahmad Kaufmann

  • Jakob schrieb am Juli. 4 2016, 20:07

    Salam Alaikum 

    Also noch mal zum Verständnis:
    Nach lokaler Sichtung in Deutschland (Europa zusammenhängend), Mittwoch 6.7. oder Donnerstag 7.7. Eid ul-Fitr ?

    Vielen Dank für die wichtige und wertvolle Arbeit an das gesamte Team und einen gesegneten Gruß aus Berlin.

    Admin-Kommentar: Wa `alaykum al-salâm. Für den Fall „nach lokaler Sichtung in Deutschland (Europa zusammenhängend)“ ist doch oben im Artikel die Stellungnahme gegeben.

    Ahmad Kaufmann

  • Abu Zubejr schrieb am Juli. 4 2016, 20:07

    Eselamu aleykum,

    können Sie mir bitte erklären, wie man nach Takwim vorher weiß, wann Ramadan beginnt beziehungsweise endet?

  • Markat schrieb am Juli. 4 2016, 20:54

    Assalamualaikum,

    herzlichen Dank für die stetige zuverlässige Bemühungen und Aufklärung – jedes Jahr mit sehr viel Engagement!

    Großes Lob an Euch!! Eure Meinung zähle ich stets hinzu für eine Entscheidung. Gazak.
    Assalamualaikum, Markat

    Admin-Kommentar: Wa `alaykum al-salâm. Danke für das Lob, das ist sehr nett.

    Ahmad Kaufmann

  • anna schrieb am Juli. 4 2016, 21:51

    Guten Tag, 
    Wenn ich auf der amerikanischen Seite moonsighting.com alles richtig verstanden habe, wurde da doch der Mond gesichtet. Wie kann das möglich sein? Vielen Dank schonmal!

    Admin-Kommentar: Sorry, Schwester, da musst Du falsch geschaut haben. Ich kann das nicht nachvollziehen.

    Ahmad Kaufmann

  • Rehouma, Nebil schrieb am Juli. 4 2016, 22:27

    As salamu wa alaikum,

    Unter Anwendung des Prinzips der „lokalen Sichtung“ (Ikhtilāfu l-maṭāli`) und unter Betrachtung von Europa als einen zusammenhängenden Sichtungshorizont (Maṭla`) ergibt sich folgende Stellungnahme:
    Das gesegnete Fest des Fastenbrechens (`Īdu l-Fiṭr, Ramazan Bayramı) fällt in Europa frühestens auf Mittwoch, den 6. Juli 2016. Wa-Llāhu a`lam.
    Da in Europa der Monat Ramaḍān sowohl nach dem Prinzip der „globalen“ wie der „lokalen Sichtung“ korrekterweise frühestens am Dienstag, dem 7. Juni begonnen hat, sind dort somit im Monat Ramaḍān 29 Tage zu fasten.

    Hierbei muss eine Frage erlaubt sein, wie kann das El Aid fest auf den 6.7.2016 fallen, wenn laut der globalen und lokalen Sichtung der Ramadanmonat 29 Tage betrüge. Folglich wäre das el Aid Fest am 5.6.16 zu verorten oder liegt ein Verständnisproblem meinerseits vor?

    Admin-Kommentar: Wa `alaykum al-salâm. Also wenn ich durchzähle, komme ich für den Zeitraum 7. Juni bis 5. Juli (jeweils einschließlich) auf 29 Tage.

    Ahmad Kaufmann

  • Marco schrieb am Juli. 4 2016, 23:05

    Wann beginnt shawwal denn in den anderen Ländern?

    Admin-Kommentar: Auf moonsighting.de gibt es eine ausführliche Liste.

  • Hathirhak schrieb am Juli. 5 2016, 0:06

    Selamun Aleykum.
    Ist also heute, Dienstag, den 05.07.2016 nach dem Salāt Īd al-fitr? 
    Oder am Mittwoch?

    Admin-Kommentar: Wann `Îdu l-fitr ist, weiß nur Allâh (t). Er gibt uns Zeichen, wann das nach Seiner Bestimmung zu sein hat. Wir müssen Seine Zeichen deuten. Oben im Artikel steht eine auf wissenschaftlichen Fakten und langjähriger Erfahrung begründete Voraussage zur Deutung Seiner Zeichen und eine daraus abzuleitende Stellungnahme. Nicht mehr und nicht weniger.

    Ahmad Kaufmann

  • Musa schrieb am Juli. 5 2016, 0:17

    Assalamu alaykum,
    Was stimmt nicht an dieser Erklärung?

    Der Gelehrtenrat der Islamischen Gemeinschaft Millî Görüş (IGMG) ist ausgehend von seinen Prinzipien zur Sichtung des Neumonds und seiner Bemühungen zur Feststellung des Neumondes für den Monat Schawwal 2016/1437 zu den unten angegebenen wissenschaftlichen Daten gelangt. […]

    Für eine Antwort wäre ich dankbar.

    Admin-Kommentar: Wa `alaykum al-salâm. Ich habe keine Lust darauf, die Richtlinien der IGMG zu kommentieren. Trotzdem nur eine Frage dazu:

    Warum machen die sich überhaupt die Mühe, so eine ausführliche Erklärung zu formulieren? Es hätte doch ein Satz genügt: „Die IGMG folgt bedingungslos der Entscheidung des Diyanet İşleri Başkanlığı.“ Keep it simple!

    Ahmad Kaufmann

  • Cem Karaca schrieb am Juli. 5 2016, 1:13

    Salam alaikum,

    Bedeutet das also, dass in Deutschland der erste Tag von Eid erst am 6.7. und nicht am 5.7. ist, richtig?

    Admin-Kommentar: Wa `alaykum al-salâm. Siehe die Antworten in den Postings darüber.

  • Zekeriyya schrieb am Juli. 5 2016, 2:42

    Esselamu aleykum, was bedeutet das jetzt genau für uns?
    Wann ist Eid, 5. Juli oder 6. Juli ?

    Bin ein bisschen durcheinander gekommen.

    Danke

    Admin-Kommentar: Wa `alaykum al-salâm. Siehe die Antworten in den Postings darüber.

  • Ich dachte, wir sind alle Ahlu Sunna? schrieb am Juli. 5 2016, 9:33

    Wirklich, ich möchte hier mit niemanden diskutieren, ich dachte, wir sind alle Ahlu Sunna. Warum unterscheidet ihr euch? Ist das cool, neuerdings einen Tag extra zu fasten? Wieso immer diese unnötigen Diskussionen, immer diese dummen Salafisten, es gibt sie nicht? Dann öffnet mal eure Augen, meine Hosen gehen nicht bis zu meinen Knöcheln, unnötig seid ihr. Benehmt euch mal, und lasst uns heute zusammen feiern. 

    Abdulfattah Shamae, 42, verheiratet, zwei Töchter

    Admin-Kommentar: Nimm es mir bitte nicht übel, wenn ich darauf nicht gebührend antworte. Ich faste noch.

    Ahmad Kaufmann

  • Senay Akar-Ben Bey schrieb am Juli. 5 2016, 9:43

    Salamu alaykum, kurz nach der Stellungnahme schreiben Sie: …“ sind somit im Ramadan 29 Tage zu fasten. Da wir ja schon am 06. Juni angefangen haben, sind es mit heute, dem 05. 07. dreißig Tage.

    wa salam

    Admin-Kommentar: Wa `alaykum al-salâm. Da hast Du nur einen entscheidenden Teil des Satzes ausgelassen, da steht nämlich auch noch: „Da der Ramaḍān korrekterweise frühestens am Dienstag, dem 7. Juni begonnen hat“. Man kann eben nicht auf zwei Hochzeiten gleichzeitig tanzen, wie das Sprichwort sagt.

    Ahmad Kaufmann

  • Senay Akar-Ben Bey schrieb am Juli. 5 2016, 10:30

    Ja, das stimmt. Sorry, mein Fehler.

  • Karim schrieb am Juli. 5 2016, 12:21

    Salam ‚alaykum,

    erst mal vielen Dank für eure Anstrengungen und die wissenschaftliche Herangehensweise. Ich habe verschiedene Quellen angehört und zum Teil Verschiedenes gehört. Ich habe mehrere Fragen zu dem ganzen Thema der Mondsichtung:

    1. Es wird von einigen Verantwortlichen gesagt, die zum Teil dem Koordinationsrat der Muslime folgen, dass es gestern möglich gewesen sei, den Mond in Deutschland zu sehen.

    2. Die Grenzen zwischen den Ländern sind doch nur künstliche Grenzen, die mit der Zeit (wie auch immer) entstanden sind und keine Rolle bei der Sichtung des Mondes spielen. War es doch nicht so, dass es damals genügt hatte, wenn der Mond irgendwo gesichtet wurde und es den Menschen mitgeteilt wurde, soweit es ging? Beispielsweise wurde laut Medienangaben in Mauretanien der Mond gesichtet, sodass heute Eid al-Fitr (für sie) ist. Genügt es uns nicht, dass irgendwo Shawwal begonnen hat (zumindest wenn das „Land“ die Nacht mit uns teilt)?

    3. Astronomisch gesehen, kann es zwei oder drei verschiedene Mondkalender geben, so dass der Mondmonat bei dem einen heute beginnt und beim anderen morgen (zumindest wenn das „Land“ die Nacht mit uns teilt)?

    4. Habt ihr die großen Institutionen angesprochen: Zentralrat der Muslime, Koordinationsrat der Muslime, etc… European Counsil for Fatwas and Research?

    Ich habe noch mehr Fragen, aber dies würde diesen Rahmen sprengen.

    Besten Dank und wünsche euch ein gesegnetes Fest.
    Ouasalam

    Admin-Kommentar: Wa `alaykum al-salâm. Kurze Antworten (zu mehr fehlt mir jetzt die Zeit):

    zu 1: Wer so etwas behauptet, LÜGT wider besseres Wissen. Am Montagabend ging der Mond nämlich noch vor der Sonne unter, und das nicht nur in Deutschland, sondern auch in ganz Europa und der Türkei. Der Koordinationsrat folgt unterwürfig den türkischen Verlautbarungen, und die türkischen Angaben beruhen NICHT auf Sichtungen des Hilâls, sondern NUR auf Berechnungen der THEORETISCHEN Sichtbarkeit an Orten, die für uns weit in der Zukunft liegen. Gottesdienstliche Handlungen können nicht auf Ereignissen begründet sein, die in der Zukunft liegen. Von den türkischen Autoritäten werden übrigens niemals Sichtungen durchgeführt oder überhaupt nur berücksichtigt.

    zu 2: Moderne Ländergrenzen spielen natürlich keine Rolle. Es wurde aber zur Zeit des Propheten (s) und seiner Nachfolger niemals Sichtungsergebnisse aus verschiedenen weit voneinander entfernten Teilen des Reiches miteinander in Übereinstimmung gebracht. Damaskus fastete nach seiner Sichtung und Baghdad fastete nach seiner Sichtung.

    zu 3: Die Erde ist rund und braucht einen Tag, um sich zu drehen. Im Prinzip kann es also einen Tag Unterschied ergeben, ob der Hilâl jeweils an einem Ort der Erde oder an einem anderen Ort der Erde erstmals gesehen werden kann. Von daher können die Daten tatsächlich um einen Tag auseinanderliegen, je nachdem ob man z.B. für Ostasien oder Nordamerika einen Kalender erstellt. Auch wenn das Land „die Nacht mit uns teilt“ kann das durchaus sein, denn oft ist der Hilâl an einem Tag z.B. in Südafrika bereits gut zu sehen, in Europa aber noch nicht.

    zu 4: Br. Kadir ist in Kontakt mit diversen Organisationen getreten. Ich glaube, ich brauche nicht weiter zu erläutern, was er für Reaktionen erlebt hat. 🙁

    Auch Dir ein schönes Fest,
    Ahmad Kaufmann

  • Ahmad Mostafa schrieb am Juli. 5 2016, 12:31

    Asalaamu aleikum wa Rahmatullah, liebe Brüder und Schwester im heiligen Monat Ramadan.

    Ein herzliches Dankeschön an Ahmad Kaufmann und das gesamte Team von Mondsichtung.de.

    Das ist meine freie Meinung: Ein kleiner Ratschlag an alle, die richtigerweise am Dienstag angefangen hatten zu fasten: Es wäre Unsinn und sicherlich falsch, nun nur 28 Tage zu fasten, nur um heute mit der „manipulierten“ Mehrheit in Deutschland Eid ul-Fitr zu feiern! Wie schon oben Herr Kaufmann gut formuliert hat, kann man nicht gleichzeitig fasten und Eid ul-Fitr feiern.

    Allah sei immer  Lob und Dank, dass selbst die Brüder und Schwestern (im Grunde die dortige Regierung) in Saudi-Arabien beim Eid ul-Fitr nicht nach „Ankara“ oder falschen Beschlüssen wie zum Beginn (OHNE lokalen HILAL-NACHWEIS nach der Sunna) des Fastenmonats gehen, sondern korrekterweise diesmal nach der möglichen Hilalsichtung, die dort heute Abend stattfinden kann, um so am Mittwoch zu feiern. Ich war gestern Nacht sehr sehr froh zu sehen bzw. zu erfahren, dass in den meisten muslimischen Ländern das Tarawih-Gebet und das Tahajjud-Gebet verichtet worden ist, WEIL ES DORT UND AUCH HIER IN EUROPA UNMÖGLICH WAR, DEN NEUMOND ZU SEHEN.

    Es ist sehr schade, dass Türken und andere den Verbänden folgen, die den Feiertag schon Wochen, wenn nicht gar Jahre vorher festgelegt haben und nicht nach der möglichen Hilalsichtung gehen. Im Prinzip „wissen“ die jetzt schon, wann in 10 oder 20 Jahren Eid ul-Fitr „ist“  bzw. sein soll… basierend auf reinen Berechnungen und nur nach „DEM“ Kalender.

    Besonders schlimm und unpassend finde ich Kommentare wie die des Vaters von zwei Töchtern. Sein Text strotzt nur von Mainstream-Vorurteilen und zeigt überhaupt keinen Funken Anstand oder gar Barmherzigkeit. Beschimpft man Muslime, die der korrekteren Hilalsichtung folgen, als Salafisten???

    NUR ALLAH WEISS ALLES BESSER UND AM BESTEN!  Möge Alllah in den letzten Stunden des heiligen Monats Ramadan den Menschen Verstand, Frieden und Verständnis und Gesundheit bringen. Möge Allah die fehlgeleiteten Vebände, Gemeinden und Anhänger von Marionettenstaaten RECHTLEITEN! Mögen nach Allahs Willen auf der ganzen Welt die Waffen ruhen und die Menschen sich dem Materialismus entziehen. Möge Allah den Waisen, Kranken und Vertriebenen helfen. Möge Allah unseren verstorbenen Brüdern und Schwestern verzeihen.

    Möge Allah unsere Sünden vergeben und uns alle vor dem Höllenfeuer beschützen und retten!! Mögen alle Muslime unseren geliebten Propheten Mohammad s.a.w.s als Vorbild und seine Taten als Beispiel nehmen, NUR ALLAH zu folgen, rechtschaffen zu handeln und gute Taten zu vollbringen!

    Liebe Brüder und Schwestern, nutzt also die Zeit für Gebete und gute Taten.

    Mit besten Grüßen Ahmad-Mostafa. 
    Salam u Aleikum wa Rahmatullah.

    Admin-Kommentar: Âmîn, yâ Rabb.

  • Furkan R. schrieb am Juli. 5 2016, 13:28

    […]
    Lass diejenigen fasten, die heute fasten wollen, und diejenigen feiern, die feiern wollen. Manche haben es so von den Älteren gelernt und gehen danach stur weiter, manche informieren sich noch einmal und überzeugen sich selbst, dass der Mond im Laufe diese Tages langsam aber sicher zur Geltung kommt!
    Ich bitte dich, Abdulfattah, entschuldige dich bei deinen Brüdern und nimm meine Stellungnahme zu deinem Kommentar als ein Kompliment an!

    Schöne Grüße
    Furkan aus NRW

    Happy Bayram im Voraus!!!

    Admin-Kommentar: Der erste Teil dieses Kommentars ist der Redaktion bekannt. 😉 Sorry, aber im Rahmen der Wahrung eines gemäßigten Umgangstons musste ich das leider auskommentieren, auch wenn ich die Entrüstung nachvollziehen kann.

    Ahmad Kaufmann

  • H.P. schrieb am Juli. 5 2016, 15:16

    Salam Alaykum,

    ich möchte lediglich einen herzlichen und großen Dank für Eure Arbeit aussprechen.
    Möge Allah swt. unser Fasten annehmen und uns stets rechtleiten.

    Admin-Kommentar: Âmîn, yâ Rabb.

  • Ahmad Mostafa schrieb am Juli. 5 2016, 17:59

    Asalaamu Aleikum wa Rahmatullah wa Baraktuh, liebe Brüder und Schwestern im Islam,

    ich hoffe, dass es euch gut geht. Ich musste mir vorhin den Vorwurf anhören, mit meiner Meinung und Entscheidung, heute den 29. Tag weiter zu fasten, quasi als abtrünnig zu meiner lokalen Gemeinde zu gehören. Vielmehr solle ich zur „Besinnung“ kommen und mich der Mehrheit fügen, usw… auch wenn kein Hilal sichtbar sei… so wäre die muslimische Einheit eine Pflicht, der Gemeinde zu folgen…

    Da ich faste, will ich nur kurz bekräftigen, dass ich als freier Moslem in diesem Thema den fragürdigen Entscheidungen des Zentralrats der Muslime, Koordinationsrats der Muslime, etc… European Council for Fatwa and Research (ist der Sitz noch immer in QATAR??) und dem türk. Staat usw… eindeutig widerspreche, da diese Leute eindeutig falsch liegen: DER MOND bzw. DIE MONDSICHEL WAR HIER UND IN DEN genannten Ländern (s.o) gestern Abend NICHT ZU SEHEN, womit die Berechnungen von Mondsichtung richtig sind!!! Ich folge lieber ALLAH und dem Propheten Mohammed (s.a.w.s.) und den Prinzipien der Hilal-Sichtung. Wer letztendlich Teleskope besitzt und diese nicht einsetzt, sondern nur Beschlüsse fasst, ohne die korrekten Fakten, wie hier von Mondichtung, zu nutzen, der muss sich mal überlegen, ob er nicht abtrünnig geworden ist… ich habe NIEMALS DIESE ENTSCHEIDUNGSTRÄGER gewählt, die z.T. im Ausland sitzen… Vor einigen JAHREN HABEN DIE TÜRKEN DEN ARAFAT-TAG vorher zelebriert und damit das Opferfest einen Tag zu früh, was absurd ist. Soll das immer wieder geschehen, wenn sich die Oberen nicht auf die HILAL-SICHTUNG, am besten mit Teleskopen, einigen? Alternativ sollten deutsche Imame auch Astronomie LERNEN!!!

    Möge Allah mir verzeihen, wenn ich nicht nach meiner fehlgeleiteten Gemeinde gehe. Wa Aleikum Salaam.

  • Idris schrieb am Juli. 5 2016, 19:09

    Salam alaykum

    Als Konvertit wundere ich mich über die vielen Fehler (Bida) in den Religionen nicht. Traurig finde ich, dass man eindeutige Vorgaben aus dem Koran, wie sichtbarer Mond, einfach beiseite schiebt und es besser machen will als Allah vorgibt (Bida). Das konnte ich schon mit 5 Jahren riechen. Wundern tut einen immer wieder, dass selbst über unmissverständliche Tatsachen diskutiert wird, und die Meinungen der „Obrigkeiten“ konsumiert werden. Es ist wie in der Demokratie. Wenn z.B. in Deutschland 60 Millionen Menschen eine Dummheit behaupten, bleibt es eine Dummheit. Ich bin dann natürlich eins mit der Meinung der Bequemen-Angepassten. Das Leben ist aber anders. Angepasst gäbe es keinen einzigen Propheten.

    Allah sieht alles, was wir tun, und mit welcher Absicht wir es tun und das ist allein entscheidend.

    Alaykum salam Idris

  • Nur Ali Qalandar schrieb am Juli. 5 2016, 19:35

    Salam alaikum wa rahmatollah

    Vielen Dank für die wie jedes Jahr (und jeden Monat) sehr nützliche und schöne Arbeit, die Ihr Euch zum Wohle aller macht. JazaakumuLlahu kheir.
    Macht bitte so weiter und laßt Euch nicht ärgern.

    Fi Amanillahi wassalam

  • Selim schrieb am Juli. 5 2016, 23:28

    Salam aleykum. Ich sehe grad, ihr habt gratuliert. Gab es eine Sichtung?

    Admin-Kommentar: Wa `alaykum al-salâm. Aktuelle Sichtungsergebnisse sind hier zu finden.

  • Fatih schrieb am Juli. 6 2016, 11:31

    Selamın aleyküm,

    Diyanet sagte sie haben den Mond am Montag (4. Juli) im Südamerika gesehen. Kann das stimmen, oder lügt Diyanet uns an?

    Admin-Kommentar: Wa `alaykum al-salâm. Diyanet und alle Organisationen, die ihnen folgen, kümmern sich nicht um tatsächliche Sichtungen. Sie führen weder welche durch, noch sammeln sie Informationen darüber. Nach den von ihnen verwendeten Regeln geht es nur um die theoretische Möglichkeit einer Sichtung. Das reicht ihnen als Entscheidungskriterium aus.

    Ich weiß nicht ob Diyanet wirklich „sagt“, dass der Mond in Südamerika gesichtet wurde, in dem Fall würden sie tatsächlich lügen. Aber nach ihren Regeln war es möglich. Wir bestreiten, dass eine Sichtung überhaupt dort möglich gewesen wäre (siehe den Artikel oben) und wirklich gesichtet wurde der Hilâl ja auch erst acht oder zehn Stunden später in Neuseeland. Es gibt aber viele Imame, Hocas und einfache Muslime, die dermaßen unterwürfig an den (theoretischen) Entscheidungen von Diyanet hängen, dass sie einfach behaupten: Ja klar, der Mond wurde gesehen. Und das wird dann einfach von jedem weiter erzählt, und dann heißt es: Seht ihr, Diyanet hat ja recht gehabt. (Das gleiche passiert übrigens in Saudi-Arabien mit deren „Umm al-qurâ Kalender“.)

    Ahmad Kaufmann

  • Nachteule schrieb am Juli. 6 2016, 17:23

    „Nicht mit bloßem Auge zu sehen“

    Ich habe am 29.Ramadhan/5.7. von 21:15 – 22:00 mit freiem Blick auf die Bergkette vom Feldberg aus den Himmel beobachtet, jedoch, so schön ein Sonnenuntergang auch ist, war mitnichten eine Mondsichel zu sehen – und ich habe auch keine Sehschwächen. Zur Hilfe hatte ich mir zuvor mit einem Sternensimulator (Stellarium) den Ablauf genau veranschaulicht gehabt. Der Himmel war nahezu wolkenfrei geworden, jedoch war über der Bergkette nochmal genauso dick ein Wolkenband am Horizont, wohinter die Sonne dann untergegangen ist – könnte natürlich daran gelegen haben.
    Hat natürlich dazu geführt, dass ich jetzt den 30. Tag am Fasten bin und überlege mir gerade, ob ich mein Fasten brechen sollte. Wiederum denke ich mir, genau so läuft das doch bei einer Nichtsichtung mit bloßem Auge. Allah Azza ve Jall hat den Ramazan somit für mich nicht offenkundig beendet, anders kann ich es nicht vertreten. Gibt es denn vielleicht einfache Fotoaufnahmen, die gemacht wurden?

    Was würden denn die Menschen dazu sagen, wenn ich behaupten würde, dass ich wudu3 gemacht hätte bloß mit der Feuchtigkeit, die in der Luft ist? Wasser ist Wasser oder etwa nicht?

    Wenn man den Dingen selber auf den Grund geht und es selbst erlebt und dann schaut, wie die meisten Menschen so drauf sind, dann ist das schon nicht nachvollziehbar, an was sie eigentlich festhalten.
    Allen ein gesegnetes Fest!

  • Fragende schrieb am Juli. 8 2016, 2:00

    Nachteule, ich danke dir für deinen Kommentar.

  • Fatih schrieb am Juli. 8 2016, 16:38

    Danke für Ihre ausführliche Antwort.

    Ich habe noch eine Frage, und zwar manche fragen mich, wieso ich im Ramadan nicht nach Diyanet Bayram mache, obwohl ich das ganze Jahr über nach Diyanets Gebetszeiten mein Gebet verrichte. Mich würde Ihre Meinung dazu sehr interessieren.

    Danke im Voraus.

    Admin-Kommentar: Br. Fatih, weißt Du, was mir da spontan in den Sinn kam? Albert Einstein soll gesagt haben: „Zwei Dinge sind unendlich: Das Universum und die menschliche Dummheit. Beim Universum bin ich mir aber noch nicht ganz sicher.“ Diejenigen, die Dich sowas fragen, sind gute Beispiele dafür.

    Die Gebetszeiten werden doch nicht von Diyanet „gemacht“ und der Ramadân wird auch nicht von Diyanet „gemacht“. Die Gebetszeiten sind von Allâh (t) und er hat den Engel Jibrîl (a) zum Propheten (s) geschickt, um ihn das zu lehren, darüber gibt es einen Hadîth, siehe hier. Und ebenso ist die Festlegung des Beginns der islamischen Monate von Allâh (t), und auch hier hat der Prophet (s) uns angewiesen, wie wir Allâhs Zeichen zu deuten haben, siehe z.B. hier.

    Alle islamischen Organisationen, sei es Diyanet oder sonst irgendjemand, sollte es als seine Verpflichtung Allâh (t) und den unkundigen Muslimen gegenüber ansehen, diese Information im Sinne Allâhs (t) und des Propheten (s) zu ermitteln und an die Muslime zu verteilen. Bei den Gebetszeiten mag das ja einigermaßen funktionieren, aber leider bei den Monatsanfängen nicht so gut. Das ist jetzt kein Dahergerede von mir, denn das kann ja jeder Jahr für Jahr nachprüfen und immer aufs Neue feststellen. Es ist eben nur so, das gerade unter vielen türkischen Geschwistern eine Einstellung herrscht, als wenn alles, was von Diyanet kommt, so zu nehmen sei, als wenn es vom leibhaftigen Khalifa käme. Jede Kritik daran wird schon als Hochverrat, nicht nur der Religion, sondern auch dem türkischen Staat gegenüber gesehen. Ich denke, ich brauche das nicht weiter auszumalen.

    Jetzt kommt einer daher und verweigert sich den „offiziellen“, quasi „heiligen“ Vorgaben, das ist ja überhaupt nicht vorstellbar. 😉

    Wie ich weiter oben schon geschrieben habe: Jeder muss sich fragen, wem gegenüber er verantwortlich ist: Allâh (t) oder einer in keiner Weise von Allâh legitimierten staatlichen oder nichtstaatlichen Organisation, egal wo auf der Welt, die von sich behauptet, den einzig wahren Islam und dessen Praxis zu definieren. Bei sowas sollte man in jeglicher Hinsicht immer sehr vorsichtig sein. Das Beste ist immer, seinen eigenen Verstand zu gebrauchen. Wenn man dann darauf kommt, dass eine Organisation in einer Sache recht hat, umso besser. Wenn man aber Zweifel hat, dann lieber noch mal nachdenken.

    Ahmad Kaufmann

  • Fragende schrieb am Juli. 27 2016, 3:23

    as-Salamu alaykum wa rahmatullah, 

    vielen Dank für Ihre Arbeit und Ihre Bemühungen!

    Warum wurde eigentlich nicht Dienstagnacht auf dieser Seite bekannt gegeben, dass in Deutschland der Mond mit dem Fernglas gesehen werden konnte? Das hätte mir in der Nacht die Unsicherheit genommen, am nächsten Tag doch noch zu fasten oder nicht. Nur auf der französischen Seite konnte ich herauslesen, dass der Mond dort gesehen wurde.

    Da ich einen Hadith gelesen habe, dass ein Sahaba nach Syrien bzw. asch-Schaam ging und die Leute dort an einem anderen Tag als in Mekka oder Medina anfingen zu fasten, sagt mir das, dass man vielleicht nur das jeweils eigene Land bzw. eine noch kleinere geografische Einheit als Bezugspunkt wählen sollte. Deshalb war ich in der Nacht zum Mittwoch sehr verunsichert, ob ich am Mittwoch noch fasten sollte oder nicht. 

    Kennen Sie den Hadith und wenn ja, wie würden Sie in deuten? Er ist bei Muslim verzeichnet und ich habe ihn nur auf Englisch gelesen.

    Barakallahufik.

    as-Salamu alaykum wa rahmatullahi wa barakatuhu

    Admin-Kommentar: Wa `alaykum al-salâm. Zu Deiner Frage im ersten Absatz möchte ich noch einmal auf die oben dargestellte Karte mit der Sichtungszone am 5. Juli verweisen. Es ist schon ein deutlicher Unterschied, ob ich mich auf Deutschland oder Südfrankreich beziehe. Am Dienstag war in Deutschland erwartungsgemäß auch mit einem Fernglas der Hilâl nicht zu sehen. Er stand für Beobachter in Deutschland einfach zu tief über dem Horizont und ging bereits zu kurz nach der Sonne unter. In Südfrankreich ist das schon wieder anders gewesen. Durch die südlichere und westlichere geographische Lage im Vergleich zu Deutschland stand die Mondsichel etwas höher über dem Horizont, der Mond hatte bereits geringfügig mehr Abstand zur Sonne und ging dementsprechend später nach Sonnenuntergang unter. Solche kleinen Unterschiede können in den Weltgegenden, wo eine Sichtung grenzwertig ist, schon einen Unterschied ausmachen. Über die Sichtungen mit dem Fernglas in Deutschland (die im Übrigen nur im äußersten Süden Deutschlands und mit Unterstützung massiver technischer Hilfsmittel möglich war) und Frankreich haben wir erst am nächsten Tag Nachricht erhalten. Im Übrigen sind wir auch nur Menschen, die diese Seite hier in unserer Freizeit unterhalten. Damit will ich sagen, dass ich mir auch nicht die ganze Nacht um die Ohren schlagen kann, nur um das ganze Internet auf irgendwo gepostete Informationen abzuscannen. 😉

    Der genannte Hadîth ist eine der wichtigsten Quellen für die Rechtsschulen, die das Prinzip der lokalen Sichtung befürworten. Unsere Ansicht zur sinnvollen Annahme eines Sichtungshorizonts (Matla`) ist ausführlich auf der einleitenden Seite zu den Jahreskalendern hier dargestellt.

    Wa-l-salâm

    Ahmad Kaufmann

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